Hausgeburt ja oder nein? [Gelöst]

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Guten Tag,
meine Frau hat die Idee, unser Kind häuslich zu bekommen, also eine sogenannte Hausgeburt. Ich weiß nicht was ich davon halte. Ich dachte, wir bekommen das Kind in einer Klinik, aber sie hat sich jetzt nach 6 Monaten umentschieden. Hat jemand von euch schon mal so etwas gemacht? Ich weiß nicht mal, ob das steril ist und ob es gesund für das Kind ist. Was denkt ihr darüber? Ist es gut oder nicht?
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Überprüft von Silke Grasreiner am 24. Juli 2018
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Guten Abend,

ich würde Ihnen empfehlen, dieses Thema gemeinsam mit der Hebamme, die Ihre Frau ausgewählt hat, zu besprechen. Viele Frauen weltweit bekommen Ihre Babys zu Hause. Trotzdem besteht dort, wenn Komplikationen auftreten, nicht derselbe Schutz, den ein Krankenhaus für Mutter und Kind bietet und auch die Möglichkeiten, auftretende Schmerzen zu lindern sind geringer. Eine Hausgeburt ist auch nur dann geeignet, wenn die Schwangerschaft unkompliziert verlief, keine wesentlichen Vorerkrankungen bei Ihrer Frau und beim Baby vorliegen und wenn sich das Baby in einer Geburtsposition befindet, die eine Hausgeburt erlaubt.

Schauen Sie sich mit Ihrer Frau doch alle Alternativen - den Kreißsaal und ein Geburtshaus - an und sprechen Sie mit der Hebamme und dem betreuenden Frauenarzt. Dann können Sie sich gemeinsam und gut informiert für eine Variante entscheiden.

Alles Gute

T. Blattmann
Dr. Theresia Blattmann

Medizinische Koordinatorin CCM Gesundheit

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Hausgeburten sind mittlerweile häufig geworden. Frauen wollen ihr Kind zu Hause bekommen, das erspart den Stress, bis man im Krankenhaus ist.

Es hat halt seine Vor- und Nachteile. Wenn man so etwas macht, dann muss man sich sehr gut vorbereiten. Man hat viele Sachen, die man beachten muss, die in der Klinik halt schon geregelt sind.

Was du ihr vielleicht anbieten könntest, ist so ein Geburtshaus. Das ist keine Klinik, ist fast wie zu Hause. Du musst bei deiner Frau halt gut argumentieren können, dann lässt sie vielleicht nach.

Ich würde auch auf jeden Fall eine Geburt in der Klinik empfehlen, falls wenn es zu Komplikationen kommt, ist man in der Klinik besser aufgehoben.
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Ich kenne durchaus Frauen, die eine Hausgeburt gemacht haben, weil sie sich zu Hause eben wohler fühlen und es schöner ist, es in einer vertrauten Umgebung zu machen. Aber am Ende steht Wohlfühlen gegen die Problematik, was man tun soll, wenn doch ernste Komplikationen auftreten. Persönlich würde ich immer ein Krankenhaus vorziehen
Antwort von Euphrasia* kommentieren
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Ich habe beim ersten Kind eindeutig die Klinik vorgezogen. Eine Hausgeburt käme für mich nur bei einer weiteren Entbindung in Frage, einfach weil ich dann weiß, auf was ich mich einlasse. Ich war sehr froh, mich für die Klinik entschieden zu haben, denn ich musste wegen fehlender Pausen zwischen den Eröffnungswehen (die null effektiv waren trotz der großen Schmerzen) doch eine PDA machen. Das hat mir sehr geholfen und ich habe bis zum Schluss durchziehen können. Pressphase ging vielleicht so 15 Minuten, Eröffnung 20 Stunden. Zwischendurch fielen die Werte beim Kind, zu Hause wäre das eine Katastrophe geworden. Eine Hausgeburt würde ich an sich auch nicht machen (da wir in einer Wohnung wohnen), aber ein Geburtshaus kann eine Alternative dazu sein.
Antwort von Kikkie_224 kommentieren