Demenz nach Schlaganfall - Betreuung [Gelöst]

Noferia
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- 13. November 2014 um 10:58 - Letzte Antwort: susa2016
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Hallo. Ich mache mir Momentan etwas sorgen um eine Freundin, bzw. deren Oma. Die Oma hatte vor 2 Jahren einen Schlaganfall und die Demenz scheint sie seit dem sehr ein zu holen. Die Familie ist jetzt am überlegen, ob sie einen gesetzlichen Betreuer beantragen oder nicht. Ich wollte mich selbst mal darüber informieren, weil ich bis dato noch gar nichts davon gehört habe. Kennt sich denn hier jemand zufällig damit aus? Ich hab versucht Informationen aus dem Internet zu ziehen, aber mir fliegen immer nur diese anwaltlichen Texte entgegen, die jetzt für einen Laien nicht unbedingt so extrem viel aussagen. Man kann zwar ein bisschen was raus lesen, aber nicht die kleinen Details. Ich würde mich freuen, wenn mir das jemand genauer erklären oder mir ein paar Tipps geben könnte, wo ich mehr und detailliertere Infos her bekomme. Danke schön schon mal!
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Dr. Theresia Blattmann
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- Geändert von SilkeCCM am 21.08.2018 03:59
2
Danke
Guten Abend,

Bei der sogenannten gesetzlichen Betreuung handelt es sich um eine Möglichkeit, Menschen, die die aufgrund von Krankheit oder Behinderung Ihre offiziellen und gesundheitlichen Belange nicht selbst regeln können, durch einen Betreuer gesetzlich vertreten zu lassen. In Deutschland sind derzeit etwa 1,3 Millionen Menschen gesetzlich betreut.

Durch die gesetzliche Betreuung wird sichergestellt, dass ein Mensch mit geistigen Einschränkungen durch den Betreuer offizielle Angelegenheiten regeln kann und wichtige Entscheidungen - zum Beispiel über eine notwendige medizinische Behandlung - verantwortungsvoll getroffen werden können. Welche Belange der gesetzliche Betreuer für den Betreuten regelt, ist individuell verschieden und kann von Fall zu Fall je nach den Bedürfnissen des Erkrankten festgelegt werden. So ist es zum Beispiel möglich, dass ein Betreuer alle Bereiche regelt, es kann aber auch sein, dass ein Betreuer nur für finanzielle Dinge oder gesundheitliche Belange verantwortlich ist.

Zuständig für die Anordnung einer Betreuung ist das Betreuungsgericht (ein Teil des Amtsgerichts). Entweder kann der Betroffene dort selbst einen Antrag auf Betreuung stellen oder Dritte können die Einrichtung einer Betreuung anregen. Für einen Menschen mit körperlicher Behinderung darf eine Betreuung, solange er seinen eigenen Willen noch bekunden kann, nur auf dessen eigenen Antrag gestellt werden.
Bei der Auswahl des Betreuers muss das Gericht die Wünsche des Betroffenen berücksichtigen. Betreuer können Angehörige, Mitarbeiter der Betreuungsbehörden, ehrenamtliche Mitglieder eines Betreuungsvereins oder Rechtsanwälte sein.


Alles Gute wünscht

T. Blattmann
Dr. Theresia Blattmann

Medizinische Koordinatorin CCM Gesundheit

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Noferia
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- 27. November 2014 um 13:18
0
Danke
Vielen Dank, das bringt schon mal bisschen mehr Licht in die Sache.
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susa2016
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- Geändert von SilkeCCM am 21.08.2018 04:00
0
Danke
Hier ein interessanter Leitfaden zum Thema Demenz:

www.deutsche-seniorenstift.de/demenzleitfaden.php
Antwort von susa2016 kommentieren