Schlaganfälle

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Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Mann (79) erlitt innerhalb von 4 Wochen 2 Schlaganfälle, die gut ausgingen, ist aber enorm schwach. Heute Mittag saß er eine halbe Stunde beim Haareschneiden auf dem Stuhl. Danach ging es ihm richtig schlecht. Im Bett angekommen wusste er nicht mehr, was es zu Mittag gab. Er nimmt Marcumar (früher ASS) und Ramipril. Sein INR-Wert soll zwischen 2 und 3 liegen, was er auch gestern tat.

Nun ist alles wieder soweit in Ordnung, aber ich sorge mich so. Was kann ich tun?

Freundliche Grüße
G. Kittel
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Überprüft von Silke Grasreiner am 24. August 2018
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Danke
Guten Tag,

wenn Ihr Mann binnen so kurzer Zeit zwei Schlaganfälle erlitten hat, kann ich es gut verstehen, dass jedes Symptom besorgniserregend ist. Und Sie haben absolut recht, dass ein Verwirrtheitszustand auch auf einen Schlaganfall hindeuten kann. Es kann jedoch auch gut sein, dass Ihr Mann einfach nach dem langen und ungewohnten Sitzen erschöpft war. Wenn der INR gut eingestellt ist, sollte Ihr Mann aber eigentlich vor einer erneuten Embolie geschützt sein.

Trotzdem gilt: Wenn Lähmungen, Sprachstörungen, Sensibilitätsstörungen oder plötzlich auftretende Verwirrtheitszustände auftreten, sollten Sie den Arzt rufen. Sprechen Sie auch mit Ihrem Arzt darüber, dass Ihr Mann nach den Schlaganfällen Anspruch auf eine (neurologische) Rehabilitation hat, bei der eventuell bestehende neurologische Defizite gebessert werden können und Ihr Mann wieder "aufgepäppelt" werden kann. Eine solche Rehabilitation kann auch Ihnen als Angehörige Sicherheit für den häuslichen Alltag geben und Ihren Mann wieder auf das Leben zu Hause vorbereiten.

Alles Gute!

T. Blattmann
Dr. Theresia Blattmann

Medizinische Koordinatorin CCM Gesundheit

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Danke
Guten Tag,

die Reha wurde abgelehnt, weil er keine sichtbaren bleibenden Schäden zurückbehielt. Engmaschige haus- und fachärztliche Betreuung sowie ambulante Therapie sind nach Meinung der Krankenkasse zielführend.
Der Chefarzt des Krankenhauses versicherte mir, es gäbe viel schlimmere Fälle und diese hätten Vorrang. Er könne die Reha-Kur nochmals beantragen und auch Widerspruch einlegen, aber aus der Erfahrung heraus wisse er, dass wir keine Chance hätten. Der gleiche Wortlaut wurde in der Klinik in Kehl/Kork gesprochen.

Auf der einen Seite bin ich glücklich, dass alles so ist, wie es ist. Aber eine Stabilisierung seines Gesundheitszustandes nach vier Krankenhausaufenthalten seit September wäre schon wünschenswert, zumal ich persönlich noch arbeiten gehe.

Freundliche Grüße

G. Kittel
TinaMeister
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Ich kenne das, dass beim Ansuchen auf Reha beim ersten Mal grundsätzlich Nein gesagt wird. Es mag sicherlich schlimmere Krankenverläufe geben, aber das ist noch kein Grund gleich aufzugeben. Oft hat sich ein gewisses Maß an Hartnäckigkeit schon bezahlt gemacht.
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