Kann Alkoholiker je wieder gesund werden?

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Mein Bruder wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Er ist seit 13 Jahren Alkoholiker. Ich selber habe ihm immer geholfen, bis es nicht mehr ging. Mein Vater ist mit 54 daran gestorben, der hat aber immer gegessen. Mein Bruder ist verwirrt, schielt und kann keine Zusammenhänge mehr finden. Bleibt das so oder kann sich dieses Stadium noch ändern?
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3 Antworten

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Überprüft von Silke Grasreiner am 21. August 2018
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Guten Abend,

den Weg aus der Alkoholabhängigkeit wird Ihr Bruder nur alleine finden können. Eine langfristige Entwöhnung ist nur dann erfolgreich, wenn der Patient selbst motiviert ist, seine Sucht loszulassen. Sicher ist es richtig, Ihrem Bruder immer wieder zu signalisieren, dass Sie ihn unterstützen - mehr können sie diesbezüglich aber nicht tun.

Welche körperlichen Schäden der langfristige Alkoholkonsum bei Ihrem Bruder hinterlassen hat, kann ich Ihrer Schilderung nicht entnehmen. Möglich wäre zum Beispiel eine sogenannte hepatische Enzephalopathie, ein "Leberkoma", bei dem die Leber kurzfristig giftige Stoffwechselprodukte aus dem Organismus nicht mehr abbauen kann, was zu starker Schläfrigkeit und Verwirrung führt. Dieses Krankheitsbild ist potenziell reversibel, kann sich also bessern.

Aufgrund einer langjährigen Magelernährung im Rahmen des Alkoholkonsums könnte Ihr Bruder jedoch auch an einer sogenannten Wernicke-Enzephalopathie leiden, bei der Gehirnstrukturen geschädigt werden. Letzendlich wird diese Störung durch einen Mangel an Vitamin B1 verursacht, der sehr häufig bei Alkoholikern auftritt. Durch diesen Mangel werden bestimmte Bereiche im Gehirn derart verändert, dass es zu Bewusstseinsstörungen und Desorientiertheit, Augenmuskelstörungen und Gangstörungen kommt. Diese Veränderungen sind häufig leider nur schlecht zu behandeln. Sprechen Sie am besten mit dem behandelnden Arzt Ihres Bruders, unter welcher Erkrankung Ihr Bruder genau leidet und wie die Prognose eingeschätzt wird.

Alles Gute wünscht Ihnen
T. Blattmann
Dr. Theresia Blattmann

Medizinische Koordinatorin CCM Gesundheit

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Wie geht es ihm denn heute? Aus einer Sucht herauszukommen, ist immer schwer, egal was es ist. Dann kommt noch das Schwierigste, draußen zu bleiben.
Antwort von Fluegelchen kommentieren
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Hallo mariefleurie,

mich würde es auch sehr interessieren, wie es deinem Bruder heute geht. Hat er seine Sucht überwinden können?

Wie bereits gesagt wurde, denke ich auch, dass die Motivation vom Alkohol wegzukommen ganz entscheidend ist, um sich überhaupt erst in Therapie zu begeben und dann am Ende auch trocken zu bleiben.

Ich wünsche euch weiterhin viel Kraft!
Antwort von Steffinski kommentieren