Kann Alkoholiker je wieder gesund werden?

Mariefleurie 1 Beiträge Montag August 4, 2014Mitglied seit: August 4, 2014 Zuletzt online: - 4. August 2014 um 19:00 - Letzte Antwort: Steffinski 111 Beiträge Mittwoch Juli 22, 2015Mitglied seit: April 18, 2018 Zuletzt online:
- 11. Februar 2016 um 09:39
Mein Bruder wurde ins Krankenhaus eingeliefert , er ist seid 13 Jahre Alkoholiker, ich selber habe ihm immer geholfen bis es nicht mehr ging, mein Vater ist mit 54 daran gestorben der hat aber immer gegessen. Mein Bruder ist verwirrt , schild und kann keine Zusammenhänge mehr finden.
Bleibt das so oder kann sich dieses Stradium noch ändern???????????
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Dr. Blattmann 182 Beiträge Donnerstag Januar 20, 2011Mitglied seit:ModeratorStatus Januar 2, 2018 Zuletzt online: - 8. August 2014 um 00:08
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Guten Abend,

den Weg aus der Alkoholabhängigkeit wird Ihr Bruder nur alleine finden können - eine langfristige Entwöhnung ist nur dann erfolgreich, wenn der Patient selbst motiviert ist, von seiner Sucht loszulassen. Sicher ist es richtig, Ihrem Bruder immer wieder zu signalisieren, dass Sie ihn unterstützen - mehr können sie diesbezüglich aber nicht tun.

Welche körperlichen Schäden der langfristige Alkoholkonsum bei Ihrem Bruder hinterlassen hat, kann ich Ihrer Schilderung nicht entnehmen.
Möglich wäre zum Beispiel eine so genannte hepatische Enzephalopathie, ein so genanntes "Leberkoma" bei dem die Leber kurzfristig giftige Stoffwechselprodukte aus dem Organismus nicht mehr abbauen kann, was zu starker Schläfrigkeit und Verwirrung führt. Dieses Krankheitsbild ist potentiell reversibel, kann sich also bessern.
Auf Grund einer langjährigen Magelernährung im Rahmen des Alkoholkonsums könnte Ihr Bruder jedoch auch an einer so genannten Wernicke Enzephalopathie leiden, bei der Gehirnstrukturen geschädigt werden. Letzendlich wird diese Störung durch einen Mangel an Vitamin B1 verursacht, der sehr häufig bei Alkoholikern auftritt. Durch diesen Magel werden bestimmte Bereiche im Gehirn derart verändert, dass es zu Bewusstseinsstörungen und Desorientiertheit, Augenmuskelstörungen und Gangstörungen kommt. Diese Veränderungen sind häufig leider nur schlecht zu behandeln. Sprechen Sie am besten mit dem behandelnden Arzt Ihres Bruders, unter welcher Erkrankung Ihr Bruder genau leidet und wie die Prognose eingeschätzt wird.

Alles Gute wünscht Ihnen
T. Blattmann
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Fluegelchen 56 Beiträge Mittwoch Juli 1, 2015Mitglied seit: Juni 29, 2016 Zuletzt online: - 1. September 2015 um 08:53
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Wie geht es Ihn denn heute? Aus einer Sucht zukommen ist immer schwer, egal was es ist. Dann kommt noch das schwierigste es zu bleiben...
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Steffinski 111 Beiträge Mittwoch Juli 22, 2015Mitglied seit: April 18, 2018 Zuletzt online: - 11. Februar 2016 um 09:39
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Hallo mariefleurie,

mich würde es auch sehr interessieren, wie es deinem Bruder heute geht. Hat er seine Sucht überwinden können?
Wie bereits gesagt wurde, denke ich auch, dass die Motivation, vom Alkohol wegzukommen, ganz entscheidend ist, um sich überhaupt erst in Therapie zu begeben und dann am Ende auch trocken zu bleiben.

Ich wünsche euch weiterhin viel Kraft.
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