Erfahrung mit SIRT-Bestrahlung bei Leberkrebs?

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Guten Tag,
bitte, ich suche eine Antwort: Mein Mann hat Leberkrebs, leider kann er aber auf seinen täglichen Alkohol nicht verzichten, das belastet mich sehr. Nun muss er eine Strahlentherapie machen, eine sogenannte SIRT (kommt aus Australien). Wer hat damit Erfahrungen gemacht?
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1 Antwort

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Überprüft von Silke Grasreiner am 30. August 2018
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Danke
Guten Abend,

bei der Selektiven Internen Radiotherapie (SIRT) wird das erkrankte Gewebe in der Leber direkt bestrahlt. Dies gelingt dadurch, dass bei dieser Therapie der Körper nicht von außen, sondern von Innen bestrahlt wird. Das funktioniert so: Über die Leiste des Patienten wird ein Katheter eingebracht, der über die großen Arterien bis in die Leber vorgeschoben wird. Vom Prinzip her können Sie sich dieses Katheterverfahren vorstellen wie bei einem Herzkatheter, nur dass das Zielorgan im Falle des SIRT die Leber ist. Die Platzierung des Katheters erfolgt unter lokaler Betäubung unter Röntgenkontrolle.

Über diesen Katheter bringen die Ärzte nun Millionen von radioaktiven Mikrokügelchen in die Leberarterie ein. Da Lebertumoren vor allem aus der Leberarterie versorgt werden, wandern diese radioaktiven Kügelchen nun zum Tumor und bestrahlen ihn damit sozusagen von innen. Gesunde Zellen werden dabei weitgehend geschont. SIRT ist ein Verfahren, das für Patienten in Frage kommt, bei denen primäre Lebertumoren nicht mehr operabel sind.

Die Behandlung ist in der Regel recht nebenwirkungsarm - vor allem gegenüber einer normalen Bestrahlung von außen oder einer Chemotherapie. Es kann direkt nach der Behandlung jedoch Fieber auftreten, einige Patienten fühlen sich in den ersten Wochen nach der Therapie müde. Wenn Ihr Mann weiterhin Alkohol trinkt, ist dies natürlich keine gute Voraussetzung für die Therapie. Zudem kann Alkoholkonsum im Falle von Leberzellkrebs die Krebsentstehung begünstigen und den Umbau der Leber in Richtung Zirrhose beschleunigen. Hat Ihr Mann denn schon einmal eine professionell begleitete Alkoholentwöhnung versucht?

Alles Gute wünscht

T. Blattmann
Dr. Theresia Blattmann

Medizinische Koordinatorin CCM Gesundheit

Glueck2014
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Sehr geehrte Dr. Blattmann,
ja, mein Mann war stationär eingeliefert worden. Nach 10 Tagen wurde er entlassen, da er alkoholisiert war. Die zweite Bestrahlung will er auch nicht mehr machen, da er sehr starke Schmerzen hatte nach der ersten, aber ich ließ mich belehren, dass ex-drogenabhängige Patienten schmerzempfindlicher sind.14 Tage musste er in der Klinik bleiben. Zum Teil snifft er auch seine jetzigen Medikamente. Ich bin so hilf- und machtlos. Wenn ich etwas sage, wird er böse oder gar gewalttätig. Werden Krebspatienten böse? Ich denke, in seinem Hirn funktioniert es nicht mehr, er ist auch sehr, sehr vergesslich. Jeder Tag ist ein Kampf.
Danke für Ihre hilfreiche Antwort
Dr. Theresia Blattmann
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330 -
Guten Abend,

das, was Sie beschreiben, hört sich sehr schwierig an - für alle Beteiligten, auch für Sie. Über ein Internetforum ist es oft schwierig, aus der Ferne Ratschläge zu geben, aber dass Medikamente nicht zum Sniffen da sind, ist sowieso selbstverständlich, denke ich. Was auch selbstverständlich sein sollte, ist, dass Sie Gewalt gegen sich nicht akzeptieren sollten, auch wenn Ihr Mann krank ist. Ich würde Ihnen an dieser Stelle wiederum raten, sich an Ihren Hausarzt zu wenden, um sich beraten zu lassen. Vielleicht sollten Sie selbst psychologische Hilfe in dieser schwierigen Situation in Anspruch nehmen,

Alles Gute

T. Blattmann
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