Risiken einer Laser-Augen-OP für Diabetiker

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Guten Tag,

was riskiert ein Diabetiker , wenn er eine Laser - Augenop unterziehen muss? Der Arzt meint , die hohen Zuckerwerte beschädigen das Sehvermögen. Deswegen wäre die OP notwendig .
Hab ehrlich gesagt Angst vor Erblindung.
Für Rückmeldung bedanke ich mich schon mal.
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Januar 1, 2018
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Guten Abend,

von dem, was Sie beschreiben, gehe ich davon aus, dass Sie unter einer sogenannten diabetischen Retinopathie leiden. Ist der Blutzucker schlecht eingestellt, wird die Struktur der Gefäßwände verändert, es wird grob gesagt Glukose in die Gefäßwände eingebaut. Dadurch wird der Blut- und Sauerstofftransport in den Gefäßen erschwert.

Die Netzhaut (Retina) ist dafür verantwortlich, die Sinnesreize, die wir mit dem Auge aufnehmen, an unser Gehirn weiterzuleiten. Die Netzhaut benötigt dabei sehr viel Sauerstoff. Deshalb kann sie - werden die Gefäße, die die Netzhaut versorgen, durch einen zu hohen Blutzuckerspiegel beschädigt - langfristig Schaden nehmen. Dies bezeichnet man als diabetische Retinopathie.

Betroffene merken dies meist im Anfangsstadium gar nicht. Erst wenn die Macula (Punkt des schärfsten Sehens auf der Netzhaut) betroffen ist oder es in der Netzhaut aus den gestörten Gefäßen zu Blutungen kommt, tritt eine Sehverschlechterung auf.

Um einer diabetischen Retinopathie und anderen Komplikationen vorzubeugen, sollte der Blutzucker gut eingestellt werden. Der Augenartz kann verschiedene Stadien der diabetischen Retinopatie unterscheiden. Bei bestimmten schweren Formen der diabetischen Retinopathie ist eine Behandlung mit einem Laser möglich. Die Therapie zielt darauf ab, einige kleine, randständige Netzhautareale zu zerstören. So wird ein besseres Verhältnis zwischen Sauerstoffangebot- und Nachfrage geschaffen. Die Laserbehandlung kann in vielen Fällen das Fortschreiten der Erkrankung eindämmen und eine Erblindung verhindern. Wichtig ist jedoch auch in dieser Phase, dass Ihr Blutzuckerspiegel gut eingestellt wird, um weitere Schäden (auch an anderen Organe!) so gut wie möglich zu vermeiden.

Alles Gute wünscht Ihnen

T. Blattmann
Dr. Theresia Blattmann

Medizinische Koordinatorin CCM Gesundheit

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