Was ist eine Cruralgie?

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Bei einer Cruralgie handelt es sich um eine Schädigung des Oberschenkelnervs, was zu Schmerzen entlang der betroffenen Nervenbahn führt. Die Schmerzen treten hauptsächlich im Gesäß und im Oberschenkel auf.


Die Cruralgie

Eine Cruralgie (auch als Lumbocruralgie, Femoralgie oder crurale Neuralgie bezeichnet) ist der Fachbegriff für Schmerzen, die von der Lendenwirbelsäule ausgehen und dem Verlauf des Oberschenkelnervs (Nervus cruralis/Nervus femoralis) folgen. Ursachen hierfür können direkte und indirekte Verletzungen des Nervs sein.

Symptome einer Cruralgie

Bei einer Cruralgie klagen Patienten über Schmerzen im Lendenwirbelbereich, in der Leiste, der Hüftregion und der vorderen Innenseite des Oberschenkels. Häufig kommt es nach längerem Sitzen zu Missempfindungen, Schmerzen und teilweise auch einer Muskelschwäche der Oberschenkelmuskulatur. Im Gegensatz zu Ischiasbeschwerden reichen die Symptome der Cruralgie nicht bis zum Fuß.


Ursachen für eine Cruralgie

Die Schmerzen werden durch eine Reizung oder Kompression (Einklemmung) des Oberschenkelnervs hervorgerufen. Der Oberschenkelnerv entspringt dem Rückenmark auf der Höhe des zweiten bis fünften Lendenwirbels. Ein Bandscheibenvorfall, eine Reizung oder eine Entzündung in diesem Bereich können zu einer akuten Cruralgie führen. Meist treten die Symptome nur einseitig auf. In der Schwangerschaft klagen viele Frauen über eine Cruralgie, weil die Bandscheiben durch das Gewicht des Babys und den Druck der wachsenden Gebärmutter belastet werden.

Cruralgie-Behandlung

Die Therapie der Cruralgie richtet sich nach der Ursache der Reizung des Nervus femoralis. In vielen Fällen kann Physiotherapie eine Linderung der Schmerzen bringen. Außerdem kann Ihr Arzt entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente verordnen. In einigen Fällen kommen auch Kortisonpräparate zum Einsatz. Wird die Cruralgie durch einen Bandscheibenvorfall verursacht und treten neben den Schmerzen starke neurologische Ausfallerscheinungen wie Gefühlsstörungen oder eine Blasen- bzw. Mastdarm-Störung auf, muss eine chirurgische Therapie erfolgen.


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 Frau Dr. med. Theresia Blattmann

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