Die Blutspende

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In Deutschland werden täglich rund 15.000 Blutspenden benötigt, zum Beispel für Transfusionen bei Operationen aufgrund von Unfällen oder bei chronischen Blutbildungskrankheiten. Hier erfahren Sie, wofür und wo man welche Menge und welchen Teil vom Blut spenden kann.


Grundsätzliches zur Blutspende

Bei einer Blutspende können Spender entweder Vollblut oder lediglich Blutbestandteile wie Blutplättchen (Thrombozyten), Blutplasma oder rote Blutkörperchen spenden. Das gespendete Blut kann für medizinische, pharmazeutische oder wissenschaftliche Zwecke verwendet werden.


Die Blutspende erfolgt freiwillig. Die Spender werden vor der Blutspende von einem Arzt untersucht und müssen einen ausführlichen Fragebogen über Ihre Krankheitsgeschichte ausfüllen. Zu den Voraussetzungen, wer spenden darf, und wie oft, lesen Sie diesen CCM-Artikel.

Blutspende beim DRK

Am bekanntesten ist die Blutspende beim Deutschen Roten Kreuz (DRK), die Termine in ganz Deutschland duchführt und damit mehr als 70 Prozent aller Blutkonserven organisiert. Beim DRK bekommen die Spender in der Regel ein kleines Geschenk als Prämie. Bei privaten Diensten und an örtlichen Krankenhäusern gibt es meist Geld.


Der Blutspendedienst des DRK ist in sechs regionale, gemeinnützige Gesellschaften aufgeteilt, die jeweils für verschiedene Bundesländer zuständig sind, zum Beispiel Nord-Ost unter anderem für Berlin und NSTOB unter anderem für Niedersachsen und Thüringen. Die DRK-Termindatenbank für Blutspenden finden Sie hier.

Arten von Blutspenden

Vollblutspende

Bei einer Vollblutspende werden dem Blutspender etwa 500 Milliliter Blut aus einer Armvene abgenommen. Dieser Vorgang dauert etwa fünf bis zehn Minuten.

Danach wird das Blut haltbar gemacht und untersucht. Das Blut wird anschließend in einer Blutbank eingelagert.

Eigenblutspende

Die Eigenblutspende ist eine Möglichkeit, vor Operationen, bei denen ein großer Blutverlust erwartet wird, Blut für sich selbst zu spenden. Dieses Blut wird dem Patienten während der Operation retransfundiert. Auf diese Weise kann eine Spende von Fremdblut vermieden werden.

Die Eigenblutspende kann etwa zwei bis sechs Wochen vor der Operation erfolgen. Sie funktioniert wie eine Vollblutspende und ist bis zu viermal möglich.

Spende von Blutbestandteilen

Entscheidet sich ein Spender, nur Blutbestandteile zu spenden, werden diese Blutbestandteile aus dem Blut des Spenders herausgefiltert. Das restliche Blut wird dem Spender wieder zugeführt. Dieses Verfahren dauert zwischen 20 Minuten und vier Stunden pro Spende, je nachdem welche Blutbestandteile gespendet werden.


Foto: © Antonio Truzzi - 123RF.com

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