Was hilft gegen Sonnenbrand?

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Im Sommer genießen die meisten Menschen die wärmenden Strahlen der Sonne - auch um gleichmäßig braun zu werden. Ein Sonnenbrand geht da schnell und er gehört für viele zum Urlaub sogar dazu. Doch Sonnenbrand ist keineswegs harmlos.


Was ist Sonnenbrand?

Sonnenbrand ist eine durch UV-Strahlung verursachte Verbrennung der Haut mit nachfolgender Entzündungsreaktion, die zu schweren Hautschäden führen kann. Im schlimmsten Fall können Sie durch einen Sonnenbrand schwerste Verbrennungen erleiden.


UV-Strahlung verstärkt das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, und lässt die Haut vorzeitig altern. Um Hautschäden zu vermeiden, sollten Sie sich deshalb sorgfältig gegen UV-Strahlung schützen

Sonnenbrand: Anzeichen, Verlauf und Dauer

Wenn es zu einem Sonnenbrand kommt, verspürt man während des Sonnenbades zunächst nur ein leichtes Spannen der Haut. Die eigentlichen Symptome beginnen erst etwa sechs bis acht Stunden nach der übermäßigen Sonnenexposition. Der Höhepunkt der Beschwerden wird nach zwölf bis 36 Stunden erreicht.


Folgende Symptome treten auf: Rötung der Haut, Schmerzen im betroffenen Hautareal, Überwärmung der Haut und Blasenbildung. Auch Juckreiz und sogar Ödeme sind möglich. Wie lange eine Sonnenbrand dauert, hängt davon ab, wie schnell Sie die geschädigten Hautpartien behandeln. Manchmal heilt die Haut erst nach sechs Wochen.

Langfristige Folgen eines Sonnenbrands

Übermäßige UV-Strahlung führt zu Veränderungen der DNA in den Hautzellen und kann so Hautkrebs auslösen. Beachten Sie, dass die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken, mit der Zahl der erlittenen Sonnenbrände ansteigt.


Zudem verursacht UV-Strahlung Kollagenschäden in der Haut. Dies führt zu vermehrter Fältchenbildung und abnehmender Elastizität der Haut.

Sonnenbrand: Wer ist besonders gefährdet?

Babies und Kinder haben eine sehr empfindliche Haut und sind besonders gefährdet. Personen mit hellem Hauttyp sowie blonden und roten Haaren entwickeln auch als Erwachsene schneller einen Sonnenbrand.

Wer sich in großer Höhe aufhält oder in der Sonne Sport treibt, setzt sich besodners intensiver Sonnenstrahlung aus. Außerdem können einige Medikamente die Haut lichtempfindlicher machen.

Was tun gegen Sonnenbrand?

Bei einem leichten Sonnenbrand hilft es, die betroffene Hautpartie zu kühlen, indem Sie zum Beispiel eine kühlende Lotion auftragen. Entsprechende Mittel wie Aloe-Vera-Gel gibt es frei verkäuflich in der Apotheke. Im Gesicht bringen Sie gekühlte Gurkenscheiben Linderung. Verzichten Sie auf fettige Cremes und benutzen Sie am besten Naturkosmetik.

Bei großflächigerem Sonnenbrand kann eine kühle Dusche Linderung verschaffen. Achten Sie darauf, besonders viel Wasser zu trinken, um die Haut von innen heraus mit Feuchtigkeit zu versorgen. Rubbeln Sie sich schälende Haut keinesfalls ab, sondern warten Sie, bis sie von selbst abfällt.

Hausmittel wie Quarkauflagen sind zur Behandlung eines Sonnenbrands nicht geeignet, da es aufgrund von Bakterien in Milchprodukten zu Hautinfektionen kommen kann. Außerdem können die Milchprodukte auf der gereizten Haut zu allergischen Reaktionen führen.

Ein starker Sonnenbrand sollte von einem Arzt behandelt werden. Um die Entzündung zu bekämpfen, verschreibt er zum Beispiel Ibuprofen.

Foto: © Suzanne Tucker - Shutterstock.com
 Frau Dr. med. Theresia Blattmann

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