Die Hühnerei-Allergie

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Die Allergie gegen Hühnereier zählt neben der Kuhmilch-Allergie zu den häufigen Allergien bei Babys und Kleinkindern. Häufig verwächst sich die Ei-Allergie in den ersten Lebensjahren wieder. Bei Erwachsenen ist eine Allergie gegen Hühnereier hingegen selten.


Was ist eine Hühnerei-Allergie?

Die Hühnerei-Allergie ist eine Nahrungsmittelallergie, bei der Betroffene auf Inhaltsstoffe aus dem Hühnereiweiß – also dem Eiklar – allergisch reagieren. Selten reagieren Betroffene allergisch auf Stoffe aus dem Eidotter (Eigelb). Allerdings ist es sehr schwierig, Eidotter und Eiklar komplett zuverlässig zu trennen. Solange die Allergie besteht, muss deshalb auf Hühnereier und Produkte, die Hühnerei enthalten (also auch auf viele Fertigprodukte), vollständig verzichtet werden.


Kinder sind besonders häufig von einer Hühnerei-Allergie betroffen. Schätzungen gehen davon aus, dass ein bis fünf Prozent aller Kinder allergisch auf Hühnereier reagieren. Die Erkrankungsrate ist von Region zu Region unterschiedlich. Während in einigen asiatischen Ländern wie Südkorea die Hühnerei-Allergie sehr häufig auftritt, wird diese Allergie in Europa etwas seltener beobachtet. Die Hühnerei-Allergie tritt bei Kindern meist vor dem ersten Lebensjahr auf und verschwindet während der weiteren Entwicklung – meist um das dritte bis sechste Lebensjahr – wieder.

Hühnerei-Allergie - Symptome

Eine allergische Unverträglichkeit von Eiern äußert sich meist in Juckreiz, Ausschlag (Ekzemen) und/oder Nesselsucht. Symptome des Verdauungstraktes sind ebenfalls recht häufig. Dazu gehören zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe, Blähungen, Durchfälle und/oder Bauchschmerzen. Außerdem kann es auch zu einem allergischen Asthma, Juckreiz im Mund und Rachenraum und selten zu schweren allergischen Kreislaufsymptomen (anaphylaktische Reaktion) kommen.

Behandlung einer Hühnerei-Allergie

Nachdem durch den Allergologen eindeutig festgestellt wurde, dass eine Hühnerei-Allergie vorliegt, sollten Allergiker auf Lebensmittel mit Hühnerei verzichten. Bedenken Sie auch, dass Hühnereiweiß in vielen Lebensmitteln, wie Brot, Kuchen, Puddings, Eis, Panaden oder Fertignahrung, enthalten sind. Achtung: Nicht immer ist sofort ersichtlich, dass Eiweiß in Produkten enthalten ist.


Bezeichnungen, die auf Ei als Bestandteil eines Lebensmittels hinweisen, sind zum Beispiel: Eiprodukt, Eipulver, Eiöl, Eiklar, Trockenei, Gefrierei, (Ei)-Lecithin, (Ei)-Lysozym, verschiedene Emulgatoren und Stabilisatoren, (Ovo-)Albumin, Ovo-Protein oder Simplesse (mikropartikuliertes Eiweißpräparat, hergestellt aus Hühnerei- und Milchprotein). Um trotz des Verzichts eine ausgewogene Ernährung im Kindesalter zu sichern und eine Alternative für Rezepte zu finden, ist eine individuelle Ernährungsberatung sinnvoll.

Da die Allergie während der kindlichen Entwicklung wieder verschwinden kann, sollten Sie betroffene Kinder im Verlauf der Erkrankung wederholt beim Allergologen vorstellen, um erneut einen Allergietest durchzuführen.

Foto: © Somsak Sudthangtum – 123RF.com
 Frau Dr. med. Theresia Blattmann

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