Behandlungsmöglichkeiten bei Hämorrhoiden



Was sind Hämorrhoiden?

  • Unter Hämorrhoiden versteht man knotenförmige Schwellungen, die durch eine Erweiterung des Gefäßpolsters zwischen dem Enddarm und dem Schließmuskel des Afters entstehen.
  • Das Gefäßpolster besteht aus einem Arterien- und Venengeflecht und ermöglicht mit dem Schließmuskel den Verschluß des Afters.
  • Chronische Verstopfung, Übergewicht, eine Schwäche der Gefäßwände und weitere Faktoren können zu einer Erweiterung dieses Gefäßpolsters führen.
  • Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die sich u.a. nach den Beschwerden und der Schwere des Krankheitsbildes richten. Im Folgenden stellen wir Ihnen diese Behandlungsmöglichkeiten vor.

Allgemeine Hinweise


Um das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern, sollten Sie folgende Tipps berücktsichtigen:
  • Nehmen sie aureichend Ballaststoffe zu sich.
  • Nehmen Sie täglich mindestens 2 Liter Flüssigkeit zu sich.
  • Reduzieren Sie Übergewicht.
  • Vermeiden Sie starkes Pressen beim Toilettengang.

Lokale Behandlungsmöglichkeiten

  • Für die lokale Behandlung stehen Zäpchen und Cremes zur Verfügung.
  • Eine lokale Behandlung kann die Beschwerden lindern, die Hämrrhoiden werden allerdings nicht beseitigt.
  • Eine lokale Behandlung ist bei leichten Beschwerden sinnvoll.
  • Bislang konnte nicht bewiesen werden, dass der Schweregrad und das Voranschreiten der Erkrankung durch diese Form der Behandlung beeinflusst werden können.

Wirkstoffe


Salben und Zäpfchen enthalten Lokalanästhetika, Adstringentien oder entzündungshemmende Stoffe.

Kortisonhaltige Produkte

  • Kortisonhaltige Produkte müssen ärztlich verordnet werden.
  • Diese Produkte hemmen den Entzündungsprozess im umliegenden Gewebe und können die Beschwerden so lindern.
  • Die Produkte sollten nur über einen kurzen Zeitraum verwendet werden.

Sklerosierung

  • Kleinere Hämorrhoiden können mit einer sklerosierenden Flüssigkeit unterspritzt werden.
  • Die darauf folgende Vernarbung vermindert den Blutfluss, so dass die Hämorrhoiden schrumpfen und fixiert werden.
  • Sklerosierungen werden meist in mehreren Teilbehandlungen im Abstand von ca. vier bis sechs Wochen durchgeführt und sind meist schmerzlos.
  • Der Eingriff birgt eine geringe Gefahr der Bildung von Nekrosen.
  • Rezidive sind möglich.

Gummibandligatur

  • Bei der Gummibandligatur wird der Hämorrhoidalknoten durch ein Gummiband abgeklemmt.
  • Das Gewebe des Knotens stirbt daraufhin binnen weniger Tage ab.
  • Die Rezidivquote ist niedriger als bei der Sklerosierung.
  • Die Risiken des Eingriffs liegen vor allem in allergischen Reaktionen (Latexallergie) und Blutungen.

Chirugische Verfahren

  • Chirurgische Eingriffe werden notwendig, wenn die Erkrankung weit fortgeschritten ist oder wenn die Beschwerden durch oben beschriebene Maßnahmen nicht gelindert werden können.
  • Ziel ist es, die normalen anatomischen Verhältnisse wieder herzustellen.
  • Dazu können einzelne Hämorrhoiden entfernt werden.
  • Allerdings wird das vergrößerte Hämorrhoidalpolster nicht im gesamten entfernt, um die Kontinenz nicht zu gefähren.

Was tun bei Blut im Stuhl?


Wenn Sie Blut im Stuhl bemerken, sollten Sie immer zügig Ihren Arzt aufsuchen!
Artikel im Original veröffentlicht von p.horde. Übersetzt von Dr. Blattmann. Letztes Update am 6. März 2018 um 18:03 von Jeff.
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