Wie hängen Bauchfett und kardiovaskuläres Risiko zusammen?

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Ein hoher BMI ist ein wichtiger Risikofaktor für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Allerdings sagt der BMI nichts darüber aus, wo das Fett im Körper angesiedelt ist. Ein besonderes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen Fettdepots am Bauch dar. Der Bauchumfang ist somit ein guter und leicht zu messender Risikofaktor.


Wo misst man den Bauchumfang?

Den Bauchumfang sollten Sie am Morgen, unbekleidet und vor der ersten Nahrungsaufnahme messen. Am leichtesten gelingt dies vor dem Spiegel. Das Maßband sollten Sie dort anlegen, wo der Bauch den größten Umfang erreicht. Dies entspricht in etwa der Nabelhöhe. Merken Sie sich oder markieren Sie die Stelle, um den Bauchumfang wiederholt messen zu können. Bei der Messung entspannen Sie den Bauch.

Der Bauchumfang von Frauen und Männern – Normalwerte

Um zu überprüfen, ob Ihr Bauchumfang zu hoch ist, benötigen Sie keine komplizierte Tabelle. Als Faustregel gilt Folgendes: Bei Frauen sollte der Bauchumfang weniger als 88 cm betragen (außerhalb der Schwangerschaft), bei Männern sollte der Bauchumfang höchstens 102 cm betragen. Optimal ist es, wenn Frauen den Bauchumfang auf Werte unter 80 Zentimeter und Männer auf Werte unter 94 Zentimeter reduzieren.

Der Bauchumfang als Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen

Wenn der Bauchumfang die oben angegebenen Grenzwerte übersteigt, ist das Risiko für Herzinfarkte und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich erhöht.


Dass Bauchfett neben einem erhöhten BMI (hier geht es zum BMI-Rechner) eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes spielt, liegt daran, dass das Fettgewebe im Bauchraum sehr stoffwechselaktiv ist. Grundsätzlich gibt es im Körper das sogenannte subkutane Fettgewebe unter der Haut und das viszerale Fettgewebe, das zwischen den Organen angesiedelt ist. Das Bauchfettgewebe besteht zum großen Teil aus viszeralem Fettgewebe. Das viszerale Fettgewebe ist extrem stoffwechselaktiv und bildet eine Vielzahl von Botenstoffen. Zu diesen Botenstoffen gehören auch solche, die sich auf den Blutdruck auswirken und die Freisetzung von Insulin steuern. Wenn viel Bauchfett vorhanden ist, werden viele Botenstoffe gebildet, die sich unter anderem negativ auf das Herz-Kreislauf-System und den Blutzuckerhaushalt auswirken können.

Die gute Nachricht ist: Wer überschüssige Pfunde abbaut, dem gelingt es leicht, den Bauchumfang zu reduzieren, da der Körper zuerst das sehr stoffwechselaktive Fettgewebe abbaut.

Foto: © Kurhan – 123RF.com
 Frau Dr. med. Theresia Blattmann

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