Das Schulter-Arm-Syndrom: Die Zervikolbrachialgie

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Von einer Zervikobrachialgie spricht man, wenn von der Halswirbelsäule ausgehende Schmerzen auftreten, die in den Arm ausstrahlen. Deshalb ist das Syndrom auch als Schulter-Arm-Syndrom oder Nacken-Schulter-Arm-Syndrom bekannt.


Mögliche Ursachen einer Zervikobrachialgie

Eine Zervikobrachialgie kann durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden. Im Folgenden stellen wir Ihnen die häufigsten vor.

Bandscheibenvorfälle im Bereich der Halswirbelsäule

Eine Zervikobrachialgie kann durch einen Bandscheibenvorfall im Bereich der Halswirbelsäule ausgelöst werden. Beim Bandscheibenvorfall drücken Teile der Bandscheibe in den Wirbelkanal und komprimieren die dort verlaufenden Nerven. Eine Zervikobrachialgie kann durch Kompression der Nervenwurzeln am fünften, sechsten und siebten Halswirbel ausgelöst werden.

Degenerative Veränderungen

Eine Zervikobrachialgie kann durch degenerative Veränderungen wie zum Beispiel eine Spondylose (eine deformierende Erkrankung der Wirbelsäule) oder eine Arthrose der Halswirbelsäule ausgelöst werden. Der Begriff Arthrose bezeichnet einen Verschleiß der Knorpelmasse im Gelenk, was zu einem schmerzhaften Aneinanderreiben der Knochenenden führt. Die Arthrose im Halswirbelbereich tritt meist in Höhe des vierten bis siebten Halswirbels auf. Sie wird auch als zervikale Spondylose oder Spondylarthrose bezeichnet.

Seltenere Ursachen

Eine Zervikobrachialgie kann in selteneren Fällen auch durch Infektionen, neurologische Ursachen, tumoröse Infiltrationen der Nervenstränge im Bereich der Halswirbelsäule bei Krebserkrankungen, das Thoracic-outlet-Syndrom (Kompression von Nerven und Gefäßen durch Engstellen im Verlauf), Hämatome (Blutergüsse) oder ein Schleudertrauma ausgelöst werden.

Symptome einer Zervikobrachialgie

Je nachdem wodurch das Schulter-Arm-Syndrom genau ausgelöst wird, sind der Verlauf, die Intensität und der Schmerzcharakter der Erkrankung verschieden. So können sich die Schmerzen lokal auf den Schulter-, Arm- und Nackenbereich beschränken. Aber auch eine Ausstrahlung der Schmerzen ist möglich. Es gibt zudem Erfahrungsberichte über akut einsetzende Schmerzen wie auch chronische Verläufe, die über einen langen Zeitraum Beschwerden bereiten.

Therapie des Schulter-Arm-Syndroms

Die Therapie einer Zervikobrachialgie richtet sich ebenfalls danach, wodurch die Beschwerden ausgelöst werden. Je nach Schwere und Verlauf des Schulter-Arm-Syndroms stehen verschiedene Behandlungsmethoden zur Verfügung. Dazu zählen die medikamentöse Schmerztherapie sowie das Erlernen spezieller Übungen im Rahmen einer Physiotherapie. Wichtig ist immer, die auslösende Ursache gezielt zu behandeln.


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 Frau Dr. med. Theresia Blattmann

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