Fersensporn: Ursachen und Behandlung

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Wenn Sie nach dem Aufstehen oder beim Auftreten Fersenschmerzen haben, könnte es sich um einen sogenannten Fersensporn handeln. Hier erfahren Sie, wie es zu den Schmerzen hinten am Fuß kommt und welche Hilfe es gibt.


Was ist ein Fersensporn?

Der Fersensporn wird auch als Kalkaneussporn bezeichnet. Der Kalkaneus ist der Knochen, der das Fersenbein bildet. Ein Fersensporn ist eine dornenartiger, verknöcherter Auswuchs des Fersenbeins. Dieser Auswuchs kann sich entzünden und Schmerzen verursachen.



Der Fersensporn entsteht an den Ansätzen der Muskeln am Fersenbein. Wenn dort kleine Mikrorisse entstehen, lagert der Körper im Heilungsprozess Knochenmaterial ein. So entsteht der Fersensporn im Laufe der Zeit.

Am häufigsten entsteht ein Fersensporn an der Unterseite des Fersenbeins, an der Sehnenplatte an der Unterseite des Fußes (Plantaraponeurose).

Symptome des Fersensporns

Schmerzen im Bereich der Ferse können durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden. Meist sind eine Irritation oder Entzündung an der Plantarsehne (Plantarfasziitis) oder ein Fersensporn ursächlich für die Beschwerden.

Ein Fersensporn macht sich durch folgende Symptome bemerkbar: Schmerzen im Bereich der Ferse, Schmerzen beim Auftreten und Anlaufschmerz, das heißt nach längerem Sitzen oder Liegen ist der Schmerz beim Laufen zunächst besonders stark. Die Schmerzen können auch in Ruhe auftreten.

Ursachen für einen Fersensporn

Die Ursache für den Fersensporn ist eine andauernde Überbelastung der großen Sehnenplatte unter dem Fußgewölbe. Durch diese Überbelastung kommt es zu wiederkehrenden Rissen und Entzündungen an der Sehnenplatte.


Der Körper versucht, diese Risse zu reparieren, indem er Kalk ablagert, und dadurch entsteht der Fersensporn. Diese Knochenneubilung sorgt wiederum für eine weitere Druckbelastung, durch die sich das umliegende Gewebe immer wieder entzünden kann.

Risikofaktoren

Der Fersensporn tritt vor allem bei Sportlern auf und bei Personen mit einem abgesenkten Fußgewölbe. Besonders häufig komm er zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr vor.

Übergewichtige und Menschen, die viel stehen (zum Beispiel Verkäufer), sind besonders gefährdet, einen Fersensporn zu entwicklen. Schlecht sitzendes Schuhwerk kann die Entstehung eines Fersensporns begünstigen.

Behandlungsmöglichkeiten

Konservative Behandlungsmethoden

In den meisten Fällen lässt sich ein Fersensporn durch orthopädische Schuheinlagen und Physiotherapie erfolgreich behandeln. Die Schuheinlagen können die schmerzhafte Stelle entlasten und Fehlstellungen der Füße korrigieren, die für die Entstehung des Fersensporns verantwortlich sind.


Die Physiotherapie trägt zur Dehnung der Sehnen an den Füßen und Waden bei. Lokale Kälteapplikationen wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd.

Medikamentöse Behandlungsmethoden

Entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente können Linderung bringen. In einigen Fällen sind Kortsioninjektionen notwendig, die eine Entzündungshemmung am Muskelansatz bewirken.

Strahlentherapie

Bestrahlung wird nicht nur in der Krebstherapie eingesetzt, sondern auch erfolgreich bei entzündlichen Weichteilerkrankungen sowie degenerativen Gelenk- und Bindegewebserkrankungen wie Arthrose und Fersensporn.

Wer auf die konservative und medikamentöse Therapie nicht anspricht, kann die Schmerzen mit der Bestrahlung wirksam und dauerhaft eindämmen. Durch die Bestrahlung wird das knöcherne Gewebe des Fersensporns langsam abgebaut.

Durch die Bilder des Röntgenbefunds muss dabei der zu bestrahlende Bereich genau eingegrenzt werden, um Nerven und Blutgefäße durch die Strahlung nicht zu schädigen. Die Behandlung dauert nur drei Wochen und die positive Wirkung kann Monate und Jahre andauern.

Operative Behandlungsmethoden

Als letzte Möglichkeit gilt die operative Beseitigung des Fersensporns. Die Operation kann mit einer Denervierung und einer Entfernung des Schleimbeutels verbunden werden.


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