Der erste Schwangerschaftsmonat

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Im ersten Monat einer Schwangerschaft sieht der Bauch der werdenden Mutter noch ganz normal aus. ist der Embryo nämlich nur so groß wie ein Leinsamen. Innerlich kommt es aber schon zu weitreichenden Veränderungen, die die Schwangere mehr oder weniger bewusst erleben kann.


Allererste Anzeichen einer Schwangerschaft

Die Schwangerschaft wird vom Beginn der letzten Periode an berechnet, nicht vom Zeitpunkt der Befruchtung, der rund zwei Wochen danach liegt.

Der erste Monat nach der letzten Periode, also die vier Wochen bis zum ersten Ausbleiben der Regel und somit die ersten zwei Wochen der tatsächlich eingetretenen Schwangerschaft, werden aber als Monat 0 bezeichnet. Der erste Schwangerschaftsmonat dauert demnach von der fünften bis zur achten Schwangerschaftswoche (SSW) und es handelt sich um die ersten sechs Wochen nach der Befruchtung.


Jede Frau erlebt eine Schwangerschaft anders. Einige Frauen spüren sehr schnell und sehr früh (schon acht bis zehn Tage nach der Befruchtung), dass sie schwanger sind, während andere Frauen in den ersten Monaten der Schwangerschaft kaum etwas bemerken. Beides ist normal.

Das Ausbleiben der Regel

Wenn die Monatsblutung ausbleibt, kann dies auf eine Schwangerschaft hindeuten. Es heißt aber noch nicht zwingend, dass Sie schwanger sind. Einige Frauen haben eine unregelmäßige Periode. Bei anderen Frauen bleibt die Periode aus, weil sie die Pille nehmen. Es gibt viele Gründe, warum die Menstruation ausbleiben kann.

Wenn Sie schnell sicher sein wollen, machen Sie einen Schwangerschaftstest. Bilder einer Untersuchung mit Ultraschall zwischem dem Ende des ersten Monats und dem Ende des zweiten Monats (zwischen der siebten und zwölften SSW) können die Schwangerschaft zuverlässig bestätigen.

Symptome durch Hormonveränderungen

Die hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft kann zu verschiedenen Symptomen führen.

Übermäßige Müdigkeit: Am Anfang der Schwangerschaft fühlen sich viele Frauen ungewohnt müde und haben ein gesteigertes Schlafbedürfnis, das auch während des Tages auftreten kann.

Schlafstörungen: Es kann in der Schwangerschaft allerdings auch zu Schlafstörungen kommen.

Stimmungsschwankungen: In der Schwangerschaft leiden viele Frauen unter Stimmungsschwankungen und reagieren sensibler und emotionaler.

Übelkeit: In der Schwangerschaft kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Die Übelkeit tritt meist morgens auf, kann allerdings auch den gesamten Tag andauern. Meist verschwindet die Übelkeit spätestens nach dem dritten Schwangerschaftsmonat.

Größenzunahme der Brüste: Die Brüste können größer werden und spannen. Außerdem kann der Bereich um die Brustwarzen herum größer und dunkler werden.

Appetit: In den ersten Schwangerschaftsmonaten kann der Appetit zunehmen oder abnehmen.

Verstopfung und Blähungen: Probleme mir der Verdauung können schon sehr früh auftreten. Ursache ist das Schwangerschaftshormon Progesteron, das die Darmmuskulatur entspannt.

Geruchs- und Geschmacksempfindlichkeit: Viele Frauen reagieren in der Schwangerschaft besonders empfindlich auf Gerüche. Geschmacksempfindungen können sich in der Schwangerschaft ändern. Heißhunger und Ekel vor bestimmten Lebensmitteln sind keine Seltenheit.

Merkwürdiger Geschmack im Mund: Viele Frauen haben in den ersten Schwangerschaftsmonaten einen merkwürdigen metallischen Geschmack im Mund.

Weitere Symptome

Mehr als die Hälfte aller Schwangeren bemerkt ab der zweiten Woche nach der Befruchtung einen weißen, milchigen Ausfluss, der nicht unangenehm riecht. Er wird durch die stärkere Durchblutung ausgelöst.

In der Frühschwangerschaft sind auch Bauchschmerzen möglich.

Bei vielen Frauen neigt die Haut durch die Schwangerschaft mehr zu Pickeln.

Wenn Sie neugierig sind auf die Entwicklung im neunten Monat, klicken Sie hier.

Foto: © Angela Luchianiuc - Shutterstock.com