Was ist Bluthochdruck?

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Zu hoher Blutdruck ist inzwischen zu einer Volkskrankheit geworden. Mehr als die Hälfte aller Deutschen über 20 Jahre leidet daran. Bluthochruck kann sich vor allem schädigend auf das Herz und die Blutgefäße auswirken.


Was ist Bluthochdruck?

Um alle Organe des Körpers mit Blut zu versorgen, pumpt der Herzmuskel das Blut durch die Arterien mit einem bestimmten Blutdruck. Bluthochdruck ist ein Krankheitsbild, bei dem der Blutdruck im arteriellen Gefäßsystems chronisch erhöht ist. Das Herz muss mehr Kraft aufbringen, um den Druck zu erzeugen. In der Fachsprache wird Bluthochdruck als arterielle Hypertension bezeichnet.

Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO gilt ein systolischer Blutdruck von mindestens 140 mmHg oder ein diastolischer Blutdruck von mindestens 90 mmHg als Bluthochdruck. Die Werte für einen normalen Blutdruck liegen bei 120/80 mmHg.


Meist entwickelt sich Bluthochdruck schleichend. Deshalb dauert es oft Jahre, bis das Krankheitsbild entdeckt und behandelt wird.

Symptome von Bluthochdruck

Zu hoher Blutdruck verursacht lange Zeit keine Symptome. Vor allem in der zweiten Lebenshälfte macht sich oft durch Kopfschmerzen und Nervosität bemerkbar. Auch Schlafstörungen, Schwindelgefühl und mangelnde Leistungsfähigkeit können auftreten (wie auch bei zu niedrigem Blutdruck).

Typisch für Bluthochdruck sind Herzklopfen bzw. Herzrhythmusstörungen und Zittern sowie Luftnot bei Belastung und Brustschmerzen, begleitet von Angst und Panikgefühlen. Vor allem wenn diese Symptome auftreten, sollten Sie sofort zum Arzt gehen bzw. einen Notarzt rufen, denn plötzlich steigender Blutdruck kann schnell zu einem Schlaganfall oder Herzinfarkt führen.

Kommt es während der Schwangerschaft zu einem plötzlichen Blitdruckanstieg, kann eine gefährliche Eklampsie vorliegen.

Ursachen von Bluthochdruck

Bluthochdruck kann viele Auslöser haben kann. Zum einen nimmt mit dem Alter die Elastizität der Blutgefäße ab und die Arterien verkalken zunehmend (Arteriosklerose). Dadurch muss das Herz einen höheren Druck aufwenden, um das Blut bis in die kleinsten Adern zu pumpen. Die Folge ist Bluthochdruck.


Weitere Risikofaktoren, die die Entstehung von Bluthochdruck auch schon in jüngerem Alter fördern, sind Übergewicht, Bewegungsmangel und Stress. Auch genetische Ursachen, also Veranlagung, können eine Rolle spielen. Rauchen greift die Gefäße an und fördert so Arteriosklerose. Beim Konsum von Alkohol erhöht sich der Blutdruck sofort, bei chronischem Alkoholkonsum auf Dauer.

Bluthochdruck kann auch als Folge einer anderen Erkrankung auftreten (sekundäre Hypertonie), zum Beispiel der Nieren, Nebennieren oder der Schilddrüse. Im Zusammenspiel mit schlechter Ernährung, zum Beispiel bei zu viel Cholesterin, kann sich auch der Bluthochdruck verstärken.

Was tun gegen hohen Blutdruck?

Wer unter chronisch erhöhtem Blutdruch leidet, sollte zuallererst einen gesunden Lebensstil pflegen mit Sport und cholesterinarmer Ernährung]. Dabei sind vor allem mehr Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte wie Haferflocken zu empfehlen, während Fett und Fleisch reduziert werden sollten.

Um leicht erhöhten Blutdruck zu senken, gibt es außerdem einige einfache Hausmittel. Dazu gehören Rote-Bete-Saft (mindestens ein Viertel Liter pro Tag) und frischen Hibiskustee (mindestens drei Tassen täglich).

Als Hausmittel kann auch Aspirin (Acetylsalicylsäure) gelten. Es ist zwar ursprünglich ein Schmerzmittel, aber es hemmt die Blutgerinnung und verbessert damit die Fließfähigkeit des Blutes, was sich positiv auf den Blutdruck auswirken kann.

Chronisch stark erhöhter Blutdruck braucht dagegen eine spezielle medikamentöse Therapie.

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