Die vier Phasen der Stressreaktion

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Stress versetzt den Körper in Alarmbereitschaft. Deshalb kann chronischer Stress negative Folgen für Körper und Psyche haben. Lesen Sie hier Wissenswertes über den biologischen Ablauf einer Stressreaktion.


Die vier Stressphasen

Die Biologie des Körpers erlaubt es, den Menschen bei Stress rasch in einen Zustand der Aktivität und Anspannung zu versetzen. Dies ist einerseits positiv, denn nur durch diese rasche Anpassung kann ein Mensch überleben und auf sich ändernde Anforderungen schnell reagieren, um zum Beispiel in einer gefährlichen Situation zu fliehen. Stehen wir allerdings unter Dauerstress, sind Körper und Geist ständig in Anspannung, was auf längere Sicht schädlich sein kann.

Dies erkannte bereits einer der ersten Stressforscher, der österreichische Mediziner Hans Selye, der sich schon in den 1930er Jahren mit dem Phänomen auseinandersetzte und verschiedene Phasen der Stressreaktion identifizierte. Um zu verstehen, was im Körper bei Stress passiert, lohnt es sich, sich mit diesen vier Phasen zu beschäftigen.

Die Vorphase

Durch bestimmte Reize, wie etwa einen Alarmton, wird Stress ausgelöst. Zu einer Stressreaktion kommt es allerdings erst, wenn der Mensch den Reiz als Stressor bewertet.

Die Alarmphase

Die Stressreaktion beginnt mit der sogenannten Alarmphase. Durch Aktivierung des Sympathikus (ein Teil des vegetativen Nervensystems) schüttet der Körper die Hormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol aus. Dadurch erhöhen sich Herzfrequenz, Blutdruck, Atemfrequenz und Blutzuckerspiegel, so dass die Durchblutung von Herz, Gehirn und Muskeln verbessert wird und der Körper Energie für einen erhöhten Kalorienumsatz bereitstellt. Alle anderen Körperfunktionen, wie die Darm- und Blasentätigkeit, werden dagegen heruntergefahren, die Hautdurchblutung und der Speichelfluss vermindern sich.

Die Widerstandsphase

In der folgenden Phase der Stressreaktion passt sich der Körper an die Stresssituation an, verbraucht die bereitgestellten Energiereserven und mobilisiert seine Widerstandskräfte.

Die Erholungsphase

Das Ende der Stressphase bildet die Erholungsphase, für die der Körper seelische und geistige Ruhe benötigt, um seine Energiereserven wieder aufzufüllen und sich zu regenerieren. Ohne eine ausreichende Erholungsphase drohen gesundheitliche Probleme.


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 Frau Dr. med. Theresia Blattmann

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