Röschenflechte: Pityriasis rosea Gibert

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Die Röschenflechte ist eine Hauterkrankung, die besonders häufig junge Frauen betrifft. Die Hauterscheinungen begrenzen sich in der Regel auf den Oberkörper und heilen folgenlos ab.


Röschenflechte - Definition

Die Röschenflechte (Pityriasis rosea Gibert) ist eine nicht ansteckende Hauterkrankung. Der Hautausschlag beginnt mit dem sogenannten rötlichen Primärmedaillon, von dem aus sich neue Erkrankungsherde bilden. Diese erste Hauterscheinung ist rötlich oder bräunlich und etwa einen Zentimeter groß. Randständig bildet sich eine Schuppung aus und etwa eine Woche später kommen weitere Herde am Körper hinzu. Nach einigen Wochen heilt die Erkrankung im weiteren Verlauf folgenlos aus.


Die Hauterscheinungen treten meistens im Thoraxbereich, am Bauch oder auch seltener an den Extremitäten auf. Vorrangig betroffen sind junge Menschen im Alter von 10 bis 30 Jahren. Mädchen und junge Frauen erkranken häufiger als junge Männer.

Ursache von Röschenflechte

Es ist nicht endgültig geklärt, wie die Pityriasis rosea Gibert entsteht. Vermutet wird jedoch, dass die Erkrankung durch Virusinfekte, Stress und Umwelteinflüsse ausgelöst wird. Als Auslöser werden vor allem bestimmte Herpes-Viren diskutiert, die gegebenenfalls auch im Körper reaktiviert werden können. Dies könnte auch erklären, weshalb Stress die Erkrankung triggern kann.

Behandlung einer Röschenflechte

Viele andere Erkrankungen können ebenfalls mit einem schuppenden rötlichen Hautausschlag, der vom Aussehen her einer Röschenflechte ähnelt, einhergehen (Bilder von Röschenflechte finden Sie hier). Daher ist es wichtig, dass die Diagnose von einem erfahrenen (Haut-) Arzt gestellt wird.

Die Röschenflechte bildet sich in der Regel von alleine zurück und bedarf keiner speziellen Behandlung. Betroffene sollten während der Erkrankung auf hautreizende Produkte verzichten und nicht in die Sauna gehen. Auch starkes Schwitzen kann die Symptome verschlechtern. Die Schuppung und der Juckreiz bessern sich, wenn eine pflegende Creme auf die Haut aufgetragen wird. Bei stärkerem Juckreiz helfen Cremes mit dem Wirkstoff Polidocanol oder ein lokales Kortisonpräparat. Bei einer virusgerichteten Therapie gegen Herpes-Viren konnte kein wesentlicher Einfluss auf die Erkrankung festgestellt werden.

Nachweise für die Wirksamkeit von Homöopathie oder anderen Komplementär- oder alternativmedizinischen Methoden gibt es nicht.

Röschenflechte in der Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind und an einer Röschenflechte erkranken, sollten Sie Ihren Frauenarzt aufsuchen. Das Auftreten einer Pytiriasis rosea Gibert kann in der Schwangerschaft zu Komplikationen führen, vor allem wenn die Hauterkrankung vor der 15. Schwangerschaftswoche auftritt oder sehr ausgeprägt ist. Der Gynäkologe wird in diesem Fall entscheiden, ob spezielle Kontrolluntersuchungen notwendig sind.

Foto: © Evgeny Atamanenko – 123RF.com
 Frau Dr. med. Theresia Blattmann

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