Flaschennahrung

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Mütter, die sich dafür entscheiden, das Baby mit der Flasche zu füttern, sollten sich nicht schuldig fühlen, wenn sie das Kind nicht stillen können oder möchten. Die Inhaltsstoffe von Flaschennahrung entsprechen den ernährungsphysiologischen Bedürfnissen des Kindes und ähneln der Muttermilch.


Welche Milchnahrung ist für Babys geeignet?

Anfangsnahrung mit der Vorsilbe Pre ist für die ersten Lebenswochen und -monate am besten geeignet. Diese Milchnahrung ist der Muttermilch in der Zusammensetzung am ähnlichsten und enthält als einziges Kohlenhydrat Lactose. Wenn das Baby von der Pre-Nahrung nicht mehr ausreichend gesättigt wird oder damit nicht genug zunimmt, kann auf Nahrung mit der Ziffer 1 gewechselt werden. Sie ist ebenfalls für Säuglinge in den ersten Lebensmonaten bestimmt, enthält aber mehr Kohlenhydrate, auch in Form von Sacharose, und ist deshalb deutlich sättigender.


Folgenahrung trägt die Ziffern 2 oder 3. Sie ist für Babys zwischen dem sechsten Lebensmonat und dem ersten Lebensjahr geeignet. Sie ist mit Linolsäure, Eisen, Kalzium und Vitaminen angereichert, enthält aber deutlich mehr Kohlenhydrate als die Pre- und die 1er-Nahrung, so dass sie ein Dickmacher sein kann. Ob Sie auf Folgenahrung umstellen sollten, ist individuell verschieden und hängt auch davon ab, wie gut Ihr Baby den Beikoststart meistert und ob es über die Beikost genügend Eisen, Vitamine und Mineralstoffe zugeführt bekommt, um den steigenden Bedarf zu decken. In einigen Fällen ist die Folgenahrung allerdings auch so sättigend, dass Kinder nur noch wenig Appetit auf Beikost haben. Lassen Sie sich von Ihrem Kinderarzt oder der Hebamme über eine geeignete Nahrung beraten.

Für Babys mit Verdauungsproblemen oder Allergien gibt es spezielle Milchnahrung. Die Vorsilbe HA steht dabei für hypoallergen und kennzeichnet Nahrung, die für allergiegefährdete Babys geeignet ist. Daneben gibt es speziell angedickte Nahrung für Babys, die zu Reflux neigen, und auch Flaschennahrung für Babys mit einer Kuhmilchallergie. Lassen Sie sich bei Fragen auch hier vom Kinderarzt beraten.

Flaschennahrung richtig zubereiten

Waschen Sie Ihre Hände, bevor Sie die Flasche zubereiten. Es ist ratsam, zur Zubereitung stilles Mineralwasser zu verwenden. Das Mineralwasser sollte die Aufschrift Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet tragen. Leitungswasser sollte nur abgekocht verwendet werden. Lassen Sie das Wasser auf etwa 40 Grad abkühlen und gießen Sie die empfohlene Wassermenge in das Fläschchen. Geben Sie die angegebene Menge an Milchpulver in die Flasche. Verwenden Sie dazu den Portionierer aus der Verpackung und bereiten Sie die Säuglingsnahrung immer genau nach Packungsanleitung zu. Vergessen Sie nicht, die Flasche gut zu schließen und zu schütteln, damit sich das Milchpulver vollständig lösen kann. Verwenden Sie für Säuglinge in den ersten vier bis sechs Wochen nur Sauger für Neugeborene. Die Sauger haben eine kleine Öffnung, damit das Baby kleine Mengen Milch trinkt.

Verwenden Sie für die Nahrungszubereitung keine Mikrowelle, da sonst die Gefahr der Verbrennung besteht. Um sicherzustellen, dass die Temperatur der Nahrung 35 bis 37 Grad beträgt, sollten Sie ein paar Tropfen Milch auf dem Handrücken verteilen. Eine Flasche sollte erst kurz vor dem Verzehr zubereitet werden. Falls das Baby nicht alles getrunken hat, sollten die Reste entsorgt werden. Sie sollten Flaschen niemals im Voraus zubereiten oder am Abend bereits für die Nacht vorbereiten, da sich in der Milch rasch Keime vermehren können. Für nachts oder unterwegs können Sie eine saubere Flasche bereitstellen, Milchpulver abmessen und das Wasser zur Zubereitung in eine Thermoskanne einfüllen. So können Sie schnell ein Fläschchen zubereiten. Vermeiden Sie außerdem, die Nahrung kalt zu geben, da viele Babys davon Bauchschmerzen bekommen. Schließlich ist auch Muttermilch immer körperwarm.

Hinweis: Nicht alle Babys trinken die gleiche Menge an Milch. Zwingen Sie Kinder nicht, eine vorgeschriebene Menge an Milch zu trinken.

Reinigung der Flasche

Nach den Mahlzeiten sollten Sie die Flasche gut säubern. Sie sollten dazu Sauger und Kappen entfernen, gründlich mit einem milden Spülmittel reinigen und mit klarem Wasser abwaschen. Achten Sie darauf, dass sich keine Milchrückstände mehr in der Flasche befinden, sonst können sich dort Bakterien ansammeln. Das Fläschchen sollte anschließend sterilisiert werden. Dazu können Sie einen Sterilisator verwenden oder die Flaschen und den Sauger mindestens fünf Minuten lang abkochen. Danach werden Sauger und Flaschen zum Trocknen kopfüber auf ein sauberes Handtuch gestellt und mit einem sauberen Tuch abgedeckt.

Wie oft sollte man ein Baby füttern?

Die Nahrungsmenge variiert je nach Größe, Gewicht und Appetit des Babys. Eine Flasche wird dann verabreicht, wenn das Baby tagsüber oder nachts hungrig ist. Die Fütterungszeiten sind nicht immer regelmäßig. Wenn das Baby seinen Kopf dreht, während es eine Flasche trinkt, bedeutet dies wahrscheinlich, dass ihm die Nahrungsmenge zu viel ist. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn das Baby nicht alles austrinkt. Es ist normal, dass Bays gerade in den ersten Monaten kleine Mengen trinken, weil der Magen noch sehr klein ist. Ihr Kinderarzt wird Sie über die Menge und Anzahl der Mahlzeiten informieren. Babys benötigen so lange Flaschennahrung, bis jede einzelne Milchmahlzeit durch Beikost ersetzt wurde. Dies gelingt in den meisten Fällen bis zum zwölften Lebensmonat.

Die beste Position für das Füttern

Wählen Sie eine gemütliche Position zum Füttern aus. Der Körperkontakt während der Flaschenfütterung vermittelt dem Baby Zuneigung und Zärtlichkeit. Wählen Sie einen ruhigen, gemütlichen Ort, um das Baby zu füttern. Damit es nicht zu viel Luft schluckt, sollten Sie die Flasche schräg in der Hand halten. Der Sauger sollte immer mit Nahrung gefüllt sein. So können Sie Luftkoliken vermeiden.


Foto: © Oksana Kuzmina – 123RF.com

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Letztes Update am 12. Dezember 2017 10:08 von SilkeCCM.

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