Nahrungsmittel fürs Gedächtnis

Mai 2018
In den letzten Jahren ist zunehmend das Bewusstsein entstanden, dass eine gesunde Ernährung essenziell für einen gesunden Körper ist. Das Gehirn kann nur optimal arbeiten, wenn es mit Nährstoffen und Energie versorgt wird. Mangelernährung kann sogar zu schwerwiegenden Hirnschäden führen, die das Gedächtnis und die geistige Leistungsfähigkeit stark beeinträchtigen.


Die optimale Ernährung für das Gehirn

Um zu funktionieren, braucht unser Gehirn 40 verschiedene Nährstoffe: Dazu gehören 15 Mineralstoffe und Spurenelemente, 8 Aminosäuren, 13 Vitamine und 4 Fettsäuren.



Das Gehirn benötigt 20 Prozent der Energie, die wir unserem Körper zuführen. Glukose (zum Beispiel aus Brot, Zucker oder Getreide), Linolsäure und Alpha-Linolensäure (beispielsweise aus pflanzlichen Ölen, Nüssen oder Soja) sind eine Delikatesse für das Gehirn. Letzteres deckt seinen Energiebedarf hauptsächlich mit Kohlenhydraten (Glucose). Obwohl das Gehirn nur etwa zwei Prozent unserer Körpermasse ausmacht, verbraucht es täglich etwa die Hälfte der Kohlenhydrate, die wir zu uns nehmen.

Ein Nährstoffmangel kann die Funktionsweise der Nervenzellen beeinträchtigen. Besonders wichtig für die Hinfunktion ist die Gruppe der B-Vitamine (Vitamin B1, B2, B6, B9, B12 etc.). Ein Mangel an B-Vitaminen kann zu Hirnschäden und Gedächtnisstörungen führen.

Nahrungsmittel für das Gedächtnis

Es ist bekannt, dass man schlechter denken kann und die Konzentration schneller nachlässt, wenn man hungrig ist. Um die Leistungsfähigkeit des Gehirns zu steigern, sollten Sie nicht nur ausreichend essen, sondern sich auch gesund und ausgewogen ernähren.


Einige Lebensmittel gelten sogar als regelrechtes "Brainfood". Dazu gehören zum Beispiel komplexe Kohlenhydrate, die eine gleichmäßige Energieversorgung des Gehirns ermöglichen. Langkettige Kohlenhydrate, wie sie zum Beispiel in Vollkornprodukten, Haferflocken, Vollkornreis und Gemüse enthalten sind, werden vom Körper nach und nach abgebaut und aufgenommen. So ist die Gehirnnahrung für lange Zeit gesichert.

Traubenzucker oder Süßigkeiten sorgen hingegen nur für einen kurzen "Kick", dem ein Energieloch folgt. Deshalb steigern solche Lebensmittel mit kurzkettigen Kohlenhydraten die Konzentration höchstens kurzfristig. Auch Hülsenfrüchte sorgen dagegen für einen konstanten Blutzuckerspiegel. Günstig ist außerdem der hohe Nährstoff- und Eiweißgehalt bei relativ niedriger Energiedichte.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die zum Beispiel in fettreichem Fisch wie Lachs enthalten sind, liefern nicht nur Energie, sie wirken sich auch günstig auf die Gehirnfunktion und das Zusammenspiel der Nervenzellen aus. Nüsse wie Cashewkerne oder Paranüsse sind gute Lieferanten für Mineralstoffe und B-Vitamine, ohne die das Gehirn auf Dauer nicht arbeiten kann.

Schließlich dürfen Eiweiße – deren Bausteine als Aminosäuren unter anderem in Neurotransmitter umgewandelt werden – in einer gesunden und ausgewogenen Ernährung nicht fehlen. Hochwertige Eiweißlieferanten sind zum Beispiel mageres Fleisch, Milchprodukte und Hülsenfrüchte.

Foto: © Pasiphae – 123RF.com

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Letztes Update am 28. Dezember 2017 17:51 von SilkeCCM.
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