Asthma: Welchen Arzt sollte man konsultieren?

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Wenn Asthma gut und konsequent behandelt wird, kann sich der Verlauf der Erkrankung wesentlich verbessern. Bei unzureichender Therapie kann sich Asthma jedoch auch drastisch verschlechtern.


Den richtigen Arzt finden

Bei asthmatischen Erkrankungen ist es ratsam, einen Facharzt aufzusuchen. Ihr Hausarzt wird Sie entsprechend überweisen. Infrage kommen zum Beispiel ein Lungenfacharzt (Pneumologe), ein Lungenfacharzt mit der Zusatzbezeichnung Allergologie (Pneumo-Allergologe) oder - im Fall von allergischem Asthma - ein Allergologe.


Auch bei Kleinkindern ist eine Asthmadiagnostik bereits durchführbar. Anders als früher oft empfohlen wurde, sollte man mit der Diagnostik nicht mehr warten, bis das Kind das fünfte Lebensjahr erreicht. Denn je früher Asthma diagnostiziert und behandelt wird, desto größer sind die Chancen auf eine langfristige Besserung der Erkrankung. Unbehandelt kann sich die Krankheit stark verschlechtern. Mit Kindern sollten Sie einen pädiatrischen Allergologen oder einen Kinderarzt aufsuchen.

Asthma-Test beim Arzt

Der Arzt wird zunächst eine gründliche Anamnese erheben. Dazu gehört die Erfragung der spezifischen Beschwerden und deren Auslöser, die Frage nach Vorerkrankungen und Einnahme von Medikamenten sowie die Erhebung der Sozial- und Familienanamnese. Danach erfolgt die körperliche Untersuchung, einschließlich des Abhorchens von Lunge und Herz.


Bei Verdacht auf eine asthmatische Erkrankung wird eine Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie) durchgeführt. Bei unklaren Befunden können sich weitere Testverfahren anschließen. Neben Untersuchungen, ob eine Allergie vorliegt, gibt es weitere Methoden wie Röntgen oder eine Blutgasanalyse.

Patienten, die unter Asthma leiden, sollten einmal im Jahr einen Lungenfunktionstest durchführen lassen, um den Verlauf der Erkrankung zu beurteilen. Dies gilt unabhängig davon, ob Beschwerden auftreten oder nicht.

Asthma-Provokationstest

Beim sogenannten Asthma-Provokationstest inhaliert der Patient in der Arztpraxis bestimmte Reizstoffe, zum Beispiel Methacholin oder Histamin. Bei Asthmatikern verengen sich durch diese Stoffe die Bronchien. Anhand der Lungenfunktionsmessung vor und nach der Inhalation kann der Arzt feststellen, wie stark die Bronchien reagieren.

Asthma-Online-Test

Die Frage "Habe ich Asthma?" führt viele als Erstes ins Internet. Hier werden verschiedene Tests angeboten, um das Asthma-Risiko zu ermitteln. Dabei werden spezifische Symptome oder allergische Beschwerden abgefragt. Ein solcher Test kann allenfalls Hinweise auf das Vorliegen einer asthmatischen Erkrankung liefern. Ob sie wirklich unter Asthma leiden, kann nur ein Arztbesuch klären.


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 Frau Dr. med. Theresia Blattmann

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