Die kindliche Vorstellungskraft fördern

Juni 2018
Bereits in sehr jungem Alter entwickeln Kinder eine unersättliche Neugier auf ihre Umgebung. Dabei gilt es, die kindliche Fantasie anzuregen, um ihre Entwicklung zu fördern.


Warum ist Fantasie bei Kindern wichtig?

Die Verarbeitung der Wirklichkeit geschieht bei Kindern durch die Entwicklung der Vorstellungskraft - ohne diese Vorstellungskraft bliebe die wirkliche Welt stumm und ungreifbar. Nur durch seine ausgeprägte Fantasie ist das Kind in der Lage, kreativ zu sein, sich Spiele auszudenken, Verstecke zu bauen und sich die Welt um sich herum zu eigen zu machen.



Fantasiewelten gehören zur kindlichen Entwicklung dazu. Dabei ist es allerdings auch wichtig, dem Kind den Unterschied zwischen Vorstellung und Realität immer wieder klarzumachen, damit es nicht in seine Fantasiewelt abgleitet. Wenn Ihr Kind also "zu viel Fantasie" entwickelt, achten Sie darauf, es durch Berührungen, konkrete Aufgaben und Zeitlimits in den Alltag zurückzuholen.

Spiele und soziales Leben: Anregung der Vorstellungskraft

Spiele regen die Vorstellungskraft sehr stark an, da die Kinder dabei ihr Gehirn arbeiten lassen können, ihre Wirkung auf Erwachsene sehen und die tatsächliche und imaginäre Welt verbinden können. Folgende Spiele wirken besonders anregend:


Bauspiele,

2D- oder 3D-Puzzle,

Pop-up-Bücher,

jede Art von Hand- oder Bastelarbeit (Zeichnen, Basteln, Malen usw.),

Gegenstände, die Geräusche machen (ein Schlüsselanhänger kann genügen),

Rollenspiele.

Auch ein reiches Sozialleben trägt zur Entwicklung der kindlichen Vorstellungskraft bei. Besuche bei Verwandten oder Freunden, Spaziergänge, Zoo-, Park-, oder Marktbesuche, Kindergarten: Je mehr das Kind zu sehen bekommt, desto stärker wird seine Fantasie mit neuen Eindrücken angeregt.

Langeweile: eine Verbündete der kindlichen Vorstellungskraft

Man sollte dennoch darauf achten, das Kind nicht mit Reizen zu überfluten. In diesem Fall entwickelt sich nicht die Vorstellungskraft, sondern es treten starke psychische Ermüdungserscheinungen auf, die auf die Reizüberflutung zurückgehen.

Daher ist es nötig, Kindern immer wieder Momente - oder längere Zeitspannen - zu geben, um "in sich zu gehen", was Kinder oft als Langeweile empfinden. Diese Momente fördern aber die Imagination, die Reflexion und die Verarbeitung der externen Reize. Lassen Sie Ihren Kindern also Zeit, Erlebtes zu verarbeiten: Nur so kann sich ihre Fantasie dann wieder frei entfalten.

Foto: © Serhiy Kobyakov - 123RF.com

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Letztes Update am 18. November 2017 04:39 von SilkeCCM.
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