Rauchen - Cannabiskonsum

Juni 2018
Cannabis wird in der Regel mit Tabak gemischt und als Joint geraucht. Obwohl Cannabis häufig als sanfte Droge angesehen wird, birgt der Konsum ernsthafte Risiken für Körper und Psyche. Aus diesem Grund sind der Besitz und der Konsum von Cannabis nach wie vor strafbar.


Cannabis - Definition

Die Cannabispflanze zählt zu den Hanfgewächsen. Die Pflanze sieht aufgrund ihrer markanten fünfblättrigen Form wenigen Pflanzen ähnlich. Sie enthält verschiedene psychoaktive Substanzen. Die wirksamste davon ist das THC (Tetrahydrocannabinol). Konsumiert werden die getrockneten Blüten (Marihuana, auch Cannabiskraut genannt) oder das Harz der Pflanze (Haschisch oder Hasch).

Wie konsumiert man Haschisch?

Marihuana und Haschisch werden meist zerkleinert und mit Tabak vermengt als Joint zu einer Zigarette selbst gedreht. Weniger üblich ist es, Hasch ohne Tabak zu rauchen. Darüber hinaus kann Cannabis über Wasserpfeifen geraucht, als Tee aufgegossen oder in Keksen verbacken werden.

Wirkung von Cannabis

Zum Wirkungsprofil von Cannabis zählt eine gehobene Stimmung, die viele Menschen als Gefühl der Entspannung erleben. Möglich ist auch eine Intensivierung der Sinneswahrnehmungen. Auch Stimmungsschwankungen, Stimmungstiefs, Unruhe, Angst und Panikattacken können durch Cannabiskonsum ausgelöst werden.

Cannabis - Gefahren

Cannabiskonsum wurde lange Zeit als weniger gefährlich angesehen als Alkohol und Tabak.
Laut einer Untersuchung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) haben mehr als 15 Prozent der 12- bis 19-jährigen mindestens einmal im Leben Cannabis konsumiert. Auch wenn er oft banalisiert wird, hat Cannabiskonsum schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit.

Cannabis brennt weniger gut als Tabak und erzeugt so mehr Kohlendioxid. Das Rauchen eines Joints entspricht dem Rauchen von zweieinhalb bis fünf Zigaretten. Die negativen Auswirkungen auf die Lunge sind direkt proportional zur Anzahl der gerauchten Joints. Tabakraucher, die zusätzlich Cannabis konsumieren, verstärken damit die negativen Auswirkungen auf die Lunge und erhöhen so das Risiko, an einer chronischen Bronchitis zu erkranken, um das 3,5-Fache. Dafür ist auch die Art des Rauchens veranwortlich, denn um Cannabis richtig zu inhalieren, werden Joints in der Regel ohne Filter und bis zum Ende geraucht, was die Menge an aufgenommenem Rauch und schädlichen Inhaltsstoffen erhöht.

Daneben wurde vielfach belegt, dass Cannabiskonsum das Risiko für die Entwicklung psychischer Erkrankungen erhöht, insbesondere das Risiko, an Schizophrenie, Halluzinationen, Angsterkrankungen oder anderen Psychosen zu erkranken. Daneben hat Cannabiskonsum negative Auswirkungen auf das Erinnerungsvermögen. Nicht zuletzt leiden auch die intellektuellen Fähigkeiten, die verbale Aktivität und die Aufmerksamkeit.

Foto: © lakhesis – 123RF.com

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Letztes Update am 28. Dezember 2017 17:33 von SilkeCCM.
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