Was tun bei einer Allergie gegen Erdnüsse?

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Bei Menschen mit einer entsprechenden Allergie, kann der Verzehr von Erdnüssen sehr gefährlich sein, vor allem bei Kindern. Die allergische Reaktion tritt nämlich sofort ein und kann sehr heftig ausfallen.


Erdnussallergie bei Kindern

Die Erdnussallergie ist die häufigste Allergie bei Kindern über drei Jahren. Die Anzahl der von Erdnussallergie betroffenen Kinder steigt stetig an. Sie hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Heute haben sieben bis acht Prozent aller Kinder in Deutschland eine Erdnussallergie.

In der Pubertät bis zum Erwachsenenalter reagieren die meisten Betroffenen weiterhin allergisch auf Erdnüsse. Bei zehn bis 15 Prozent der betroffenen Kinder verliert sich die Allergie aber in der Pubertät.


Die Erdnuss gehört wie Erbsen, Soja, Bohnen und Kichererbsen zu den Hülsenfrüchten. Kinder, die unter einer Erdnussallergie leiden haben oft eine Kreuzallergie zu anderen Hülsenfrüchten.

Anzeichen für eine Erdnussallergie

Anzeichen für eine Erdnussallergie sind vor allem Schnupfen, Nesselsucht, Ekzeme, Asthma, Erbrechen und Magenschmerzen. Die Symptome können entweder einzeln oder gemeinsam auftreten. Eine leichte Erdnussallergie äußert sich meist nur in Hautausschlag. Im schlimmsten Fall kann die Allergie zu einem anaphylaktischen Schock führen. Außerdem können Erdnussallergien chronische Beschwerden hervorrufen.

Diagnose und Behandlung einer Erdnussallergie

Eine Erdnussallergie kann durch einen Test beim Arzt oder Allergologen festgestellt werden. Dabei korreliert die Anzahl der Antikörper im Blut mit der Schwere der Allergie. Sie sollten den Allergietest regelmäßig wiederholen.


Alle Menschen mit Erdnussallergie sollten einen Allergiepass bei sich tragen, in dem die Allergie verzeichnet ist. Auch Kinder sollten Notfallmedikamente wie Kortikoide ständig mit sich führen und sich mit der Anwendung auskennen, um diese im Notfall einnehmen zu können.

Die Behandlung der Erdnussallergie besteht vor allem darin, Erdnüsse in allen Variationen zu vermeiden.

Lebensmittel, die Spuren von Erdnüssen enthalten

Erdnüsse sind in immer mehr Lebensmitteln enthalten. Erdnüsse dienen als Geschmacksträger und vergrößern das Volumen und die Konsistenz vieler Lebensmittel.


Welche Lebensmittel sollten Sie meiden, wenn Sie Allergiker sind? Hier ist eine Liste:

Erdnüsse, Erdnussöl, Erdnussbutter, Margarine, Salami, Leberwurst, Würstchen, gemischte Salate, Desserts, Käse mit Nüssen, Joghurt mit Müsli, Milchprodukte mit Cerealien, Vollkornbrot, Frühstücksflocken, Süßigkeiten und Lebensmittel, in denen pflanzliches Öl oder pflanzliche Fette enthalten sind (zum Beispiel Chips), Plundergebäck, Kekse, Kuchen, Müsliriegel, gefüllte Schokoladen, Schokoriegel, Pralinen, Marzipan, Eiscremes, Nougat, Salzgebäck, Blätterteig, Suppen, Hamburger und Fertiggerichte.

Außerdem sind Nüsse wie Mandeln, Rosinen, Kartoffeln sowie andere Hülsenfrüchte (Erbsen, Linsen, Soja, Bohnen, Lupinen) zu meiden, da diese Kreuzallergien hervorrufen können

Fragen Sie im Restaurant, ob Speisen, Soßen oder Öl Erdnüsse enthalten. Fragen Sie Ihren Bäcker, ob er Erdnussmehl verwendet.

Erdnüsse in anderen Produkten

Vermeiden Sie Präparate, die pflanzliches Öl enthalten ohne genauere Bezeichnung, ob es sich um Erdnussöl, Olivenöl oder Sonnenblumenöl handelt. Zahlreiche Kosmetika, darunter Shampoos und auch Medikamente, enthalten Spuren von Erdnüssen. Fischfutter und Vogelfutter enthalten ebenfalls oft Erdnüsse.

Foto: © Pixabay.

Letztes Update am 18. Dezember 2017 12:39 von SilkeCCM.

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