Hilfe bei Selbstmordgedanken

April 2017

Suizid ist der weltweit häufigste Grund für einen nicht natürlichen Tod und gehört zu den zehn häufigsten Todesursachen insgesamt.


Suizid - was ist das?

Unter Suizid versteht man den Selbstmord, also die absichtliche Selbsttötung.

Gründe für einen Suizid

Die Gründe für einen Suizid sind sicherlich immer individuell verschieden. Meist erfolgt ein Suizid aber aus Gefühlen der Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung und Sinnlosigkeit.

Suizidgedanken

Selbstmordgedanken sind von außen meist schwer erkennbar. Die Betroffenen verhalten sich in den meisten Fällen normal und leben ihren Alltag weiter. Wenn Betroffene über Selbstmordpläne sprechen, ist dies immer ein Hilferuf, der absolut ernst zu nehmen ist!

Wer ist besonders gefährdet?

Besonders gefährdet, Selbstmord zu begehen, sind Menschen mit Depressionen, Psychosen und einer Alkohol- oder Drogensucht.

Auch ein einschneidendes Lebensereignis, zum Beispiel die Mitteilung über eine schwere Erkrankung oder der Tod eines nahestehenden Menschen, löst bei einigen Menschen Suizidgedanken aus.

Bei jungen Menschen spielen Gründe wie Liebeskummer, Mobbing und Schulprobleme eine übergeordnete Rolle.

Hilfe bei Selbstmordgedanken

Menschen mit Selbstmordgedanken fällt es in vielen Fällen sehr schwer, aktiv Hilfe in Anspruch zu nehmen. Grund dafür ist oft Scham. Zudem ist eine Depression häufig mit Antriebsarmut verbunden, so dass der Weg Hilfe zu suchen und anzunehmen für depressive Personen besonders schwierig sein kann.


Selbstmordgedanken kommen häufig dann auf, wenn die Betroffenen allein sind. Anlaufstellen mit einem niedrigschwelligen, gut erreichbaren Beratungsangebot sind zum Beispiel die Telefonseelsorge (kostenfreie Rufnummer: 0800-1110111 oder 0800-1110222) oder örtliche Krisendienste.

Ein weiterer Schritt sollte in jedem Fall das zeitnahe Aufsuchen eines Psychotherapeuten oder Psychiaters sein. Termine für ein Erstgespräch sind im Normalfall bei Dringlichkeit kurzfristig zu erhalten. Fragen Sie Ihren Hausarzt nach geeigneten Ansprechpartnern.

Bei einem konkreten Suizidwunsch muss schnell gehandelt werden. Anlaufstelle ist in diesem Fall die nächstgelegene Psychiatrie, die rund um die Uhr in ihrer Notaufnahme suizidgefährdete Patienten betreut und ggf. stationär aufnimmt.

Foto: © closeupimages - Shutterstock.com

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Erstellt von Dr. Blattmann. Letztes Update am 12. Oktober 2016 07:01 von CCM Gesundheit.
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