Hand-Mund-Fuß-Krankheit: Können sich Erwachsene anstecken?

September 2017

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit tritt vor allem bei Kindern auf, aber auch Erwachsene können sich damit anstecken. Bei Erwachsenen verläuft die Krankheit milder als bei Kindern, eindeutige Symptome und Komplikationen kommen eher selten vor.


Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit betrifft vorwiegend Kinder, allerdings können sich auch Erwachsene infizieren. Die Erkrankung geht mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl, Fieber und einem juckenden Ausschlag einher, der in kleine, weiß-graue Bläschen übergeht. Die Bläschen treten an den Händen, den Füßen und im Mund auf und können zum Teil starke Schmerzen verursachen. Die Krankheit kann nur symptomatisch behandelt werden, indem der Arzt schmerzlindernde und fiebersenkende Mittel verschreibt.

Übertragung

Die Erkrankung ist sehr ansteckend und wird durch verschiedene Viren ausgelöst. Die Übertragung erfolgt per Tröpfchen- und Schmierinfektion, vor allem auch über Ausscheidungen. Da der Erkrankte bereits eine Woche vor dem Auftreten der Symptome Überträger sein kann, kann sich die Krankheit rasch ausbreiten. In der Regel liegt die Inkubationszeit bei drei und sechs Tagen, die Erkrankung selbst dauert ein bis zwei Wochen.

Krankschreibung

Bei einer akuten Hand-Mund-Fußkrankheit dürfen Sie auf keinen Fall arbeiten gehen, da Sie sonst andere Menschen anstecken können und sich wahrscheinlich auch krank fühlen. In der Regel ist die Erkrankung so lange ansteckend, wie Bläschen zu sehen sind. Wie lange genau Sie zu Hause bleiben müssen, wird Ihr Arzt mit Ihnen gemeinsam entscheiden.

Können sich Erwachsene erneut anstecken?

Bei Menschen, die die Hand-Mund-Fuß-Krankheit hatten, entsteht nach überstandener Infektion gegen das auslösende Virus eine Immunität. Allerdings wird die Erkrankung durch verschiedene Viren hervorgerufen, so dass eine erneute Infektion mit einem anderen Virus erfolgen kann. Es ist somit möglich, die Krankheit öfter zu bekommen.

Ansteckung in der Schwangerschaft

Schwangere sollten sehr vorsichtig sein, wenn Kinder in ihrer Nähe an der Hand-Mund-Fuß-Krankheit leiden. Die Erkrankung birgt zwar kein Risiko für die werdende Mutter, kann aber das ungeborene Kind infizieren. Deshalb sollten Schwangere den Kontakt mit erkrankten Kindern möglichst meiden, allgemein auf eine gute Hygiene achten und sich regelmäßig die Hände waschen. Wenn eine Schwangere einem erkrankten Kind die Windeln wechseln muss oder sonstige Pflege vornimmt, sollten Gummihandschuhe getragen werden.

Foto: © Andy Lidstone – 123RF.com

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Erstellt von Dr. Blattmann. Letztes Update am 12. September 2017 01:59 von SilkeCCM.
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