Die Hautkrankheit Impetigo contagiosa

September 2017

Impetigo contagiosa ist eine ansteckende Hauterkrankung, die vor allem Kinder betrifft. Sie kann allerdings auch bei Erwachsenen auftreten. Lesen Sie hier, wie Sie die Hautkrankheit behandeln und sich gegen sie schützen können.


Was ist Impetigo contagiosa?

Impetigo contagiosa ist eine hochinfektiöse Hauterkrankung, die durch Bakterien verursacht wird. Im Deutschen wird die Krankheit umgangssprachlich auch als Eitergrinde oder Eiterflechte bezeichnet. Ursachen einer Impetigo contagiosa sind Streptokokken und Staphylokokken. Diese Bakterien setzen sich auf der Haut bevorzugt in kleinen Wunden fest, die zum Beispiel durch leichte Kratzer verursacht werden können. Impetigo kommt vor allem im Sommer vor, denn bei Wärme können sich Bakterien auf der Haut besonders gut vermehren.

Übertragung und Ansteckung

Die Infektion überträgt sich durch direkten und indirekten Hautkontakt. Bei direktem Kontakt wird die Impetigo über die direkte Berührung mit infizierter Haut übertragen. Bei indirektem Kontakt können die Bakterien über Kissen, Handtücher und Kleidung übertragen werden.

Es besteht keine gesetzliche Meldepflicht des Arztes an das Gesundheitsamt oder die Behörden über das Auftreten von Impetigo contagiosa. Wenn Ihr Kind jedoch an Impetigo contagiosa erkrankt ist, sollten Sie unbedingt den Kindergarten oder die betreuende Einrichtung über die Erkrankung informieren, um so eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Betroffene sind bis zur Abheilung der Bläschen und Krusten ansteckend. Sind die Hautläsionen trocken und komplett verkrustet, besteht keine Ansteckungsgefahr mehr.

Symptome von Impetigo

Die Erkrankung führt zunächst zu Pusteln und kleinen Erhebungen auf der Haut. Die Pusteln eitern und können mit einer gelben Kruste aufbrechen. Fieber kann ebenfalls ein Zeichen einer Impetigo sein und deutet auf eine schwerer verlaufende Infektion hin. Sie sollten in diesem Falle rasch den Arzt aufsuchen. Begleitend können Schmerzen auftreten, die vor allem Kindern häufig zu schaffen machen.

Lokalisierung von Impetigo

Impetigo kommt besonders häufig im Gesicht, in der Mundregion, auf der Nase und auf der Kopfhaut vor. Am Körper tritt die Krankheit vor allem an den Armen und Beinen auf.

Behandlung und Dauer von Impetigo

Impetigo contagiosa wird durch lokale Desinfektion der betroffenen Stellen und durch eine Antibiotikatherapie behandelt. Ist der Hautbefund lokal begrenzt, reicht die Therapie mit einer antibiotischen Salbe aus. Wenn die Erkrankung wiederholt auftritt, sehr großflächig ausgebreitet ist oder Komplikationen bereitet, sollten Antibiotika eingenommen werden. Sehr selten müssen die Mittel über die Vene verabreicht werden. Impetigo contagiosa klingt in der Regel nach einigen Tagen nach Beginn der Therapie ab. Die Erkrankung sollte jedoch in jedem Fall behandelt werden und bedarf einer antibakteriellen Therapie, da bei schweren Verläufen auch eine Entzündung der Lymphbahnen oder Nierenschäden (Glomerulonephritis) drohen können. Deshalb sollten komplementäre Methoden wie Homöopathie nur begleitend angewendet werden und reichen als alleinige Behandlung nicht aus.

Foto: © Obencem – 123RF.com

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Erstellt von Dr. Blattmann. Letztes Update am 25. August 2017 00:52 von SilkeCCM.
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