Feinstaubbelastung - Definition und Ursachen

Januar 2017


Was ist Feinstaub?

Feinstaub, in der internationalen Fachsprache als Particulate Matter (PM) bezeichnet, ist ein feiner, mit dem bloßen Auge unsichtbarer Staub. Je kleiner die Staubteilchen, desto leichter gelangen sie in die Lunge und in die Blutbahn. Feinstaub ist in verschiedene Kategorien aufgeteilt. Unterschieden wird die Kategorie PM10, die Staubteilchen mit einem kleineren Durchmesser als 10 Mikrometer (0,01 Millimeter) umfasst und die Kategorie PM 2,5, in die Partikel mit einem Durchmesser kleiner 2,5 Mikrometer (0,0025 Millimeter, PM2,5) fallen. Letztere gelten aufgrund ihrer geringen Größe als besonders gefährlich.

Wie entsteht Feinstaub?

Feinstaub entsteht vor allem bei Verbrennungsprozessen, zum Beispiel durch Kraftwerke, Motoren oder Heizungen. Die höchste Feinstaubbelastung besteht in der Regel an viel befahrenen Straßen. Aber auch Schiffsabgase sind äußerst Feinstaubhaltig. Daneben können Feinstaubpartikel auch bei anderen Prozessen, zum Beispiel beim Umfüllen von Getreide oder in Tierställen entstehen.

Folgen

Feinstaub gelangt auf Grund seiner geringen Größe mühelos mit der Atemluft in die Lunge und von dort ins Blut. Dort können die Partikel zu Atemwegsinfektionen, Lungenerkrankungen und Herz- Kreislauferkrankungen führen. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat berechnet, dass ohne Auflagen bereits im Jahr 2050 in den Mega-Citys jedes Jahr 3,6 Millionen Menschen auf Grund der Feinstaubbelastung sterben könnten.

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Erstellt von Dr. Blattmann. Letztes Update am 22. Januar 2016 13:39 von Dr. Blattmann.
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