Wie kann man einer Salmonelleninfektion vorbeugen?

Januar 2017

Salmonelleninfektionen können schwere Durchfallerkrankungen und Erbrechen auslösen. Fast immer geht die Infektion von verunreinigten Lebensmitteln aus.

Was sind Salmonellen?

Salmonellen sind stäbchenförmige Bakterien, die Giftstoffe (Toxine) produzieren. Salmonellen können den Magen- und Darmtrakt von Menschen und Tieren infizieren und zu einer so genannten "Salmonellose" führen.

Infektion mit Salmonellen

Salmonelleninfektionen werden häufig über folgende Übertragungswege ausgelöst:


Durch mangelnde Hygiene im Lebensmittelbereich;

Durch abgestandenes verunreinigtes Wasser;

Durch rohe Eier und Geflügel;

Durch die Ausscheidungen von Menschen und Tieren (bei Tieren häufig durch Geflügel und Reptilien).

Sind Salmonelle ansteckend?

Salmonelleninfektionen sind ansteckend und können durch Schmierinfektion von Mensch zu Mensch übertragen werden.

Symptome einer Salmonelleninfektion

Etwa zwölf bis 72 Stunden nach der Infektion mit Salmonellen tritt ein allgemeines Krankheitsgefühl auf. Hauptsymptome sind Bauchschmerzen, starker, wässriger, teilweise leicht blutiger Durchfall und
Erbrechen. In einigen Fällen leiden Betroffene unter Fieber und Schüttelfrost. Die Dauer einer Salmonelleninfektion ist ganz unterschiedlich. Manchmal klingen die Beschwerden nach einigen Stunden bereits wieder ab. Andere Betroffene - die etwa eine hohe Keimzahl aufgenommen haben oder deren Immunsystem geschwächt ist - sind lange krank.

Behandlung einer Infektion mit Salmonellen

Eine Salmonelleninfektion führt rasch zu starken Flüssigkeitsverlusten. Suchen Sie bei starken Durchfällen und/oder Erbrechen deshalb immer Ihren Arzt auf! Die Therapie einer Salmonelleninfektion besteht in erster Linie im Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes. In den meisten Fällen reicht es, den Flüssigkeitsverlust durch Getränke auszugleichen. In einigen Fällen kann das Trinken spezieller Elektrolytlösungen ratsam sein. Schwere Salmonelleninfektionen mit starken oder blutigen Durchfällen müssen im Krankenhaus behandelt werden. In diesem Fall wird Flüssigkeit über die Vene als Infusion verabreicht. Schwere Infektionen werden zudem mit einer Antibiotikatherapie behandelt.

Salmonelleninfektion in der Schwangerschaft

Salmonellen können in der Schwangerschaft nicht von der Mutter auf das Kind übertragen werden. Deshalb ist eine Salmonelleninfektion in der Schwangerschaft in der Regel für das Baby nicht gefährlich. Allerdings sollten Sie in der Schwangerschaft bei starken Durchfällen und/oder Erbrechen auf jeden Fall Ihren Arzt aufsuchen, um einen starken Flüssigkeitsverlust zu erkennen und zu behandeln. Denken Sie daran, dass Ihr Immunsystem in der Schwangerschaft geschwächt ist. Das macht Sie für jede Infektion anfälliger. Eine gute Hygiene ist deshalb extrem wichtig!

Wie kann man einer Salmonelleninfektion vorbeugen?

Hygiene

Die wohl wichtigste Vorbeugungsmaßnahme gegen Salmonelleninfektionen ist die Hygiene.

Waschen Sie sich gründlich die Hände, nachdem Sie rohes Fleisch geschnitten haben.

Halten Sie die Arbeitsfläche in der Küche sauber.

Nutzen Sie Schneidebretter aus Plastik oder Glas. Bei Holzbrettern besteht die Gefahr, dass sich Salmonellen festsetzen können.

Wechseln Sie Schwämme und Handtücher in der Küche regelmäßig aus.

Werfen Sie Verpackungen von Fleisch und Eierschalen sofort in den Restmüll.

Reinigen Sie Haushaltsgeräte und Küchengeräte gründlich.

Lagerung von Lebensmitteln

Räumen Sie Lebensmittel nach dem Einkaufen direkt in den Kühlschrank.

Lassen Sie tiefgefrorene Lebensmittel langsam im Kühlschrank auftauen.

Verwerfen Sie das Auftauwasser und spülen Sie die Lebensmittel vor der Zubereitung ab.

Zubereitung und Verzehr von Lebensmitteln

Salmonellen kann man erst ab einer Temperatur von etwa 70 Grad Celsius abtöten.

Garen Sie Fleisch und Eier gut durch.

Eis darf nicht angetaut verzehrt werden.

Verbrauchen Sie Gehacktes am Tag des Einkaufes.

Salmonelleninfektionen bei Tieren

Auch Tiere können an Salmonellen erkranken und diese übertragen. Deshalb sollten Sie Speiseabfälle und rohes Fleisch nicht verfüttern. Wenn Sie Terrarien oder Käfige von Haustieren reinigen sollten Sie darauf achten, danach besonders gründlich die Hände zu waschen.

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Erstellt von Dr. Blattmann. Letztes Update am 17. Januar 2017 21:03 von Dr. Blattmann.
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