Die Mittelohrentzündung

Februar 2017


Die Mittelohrentzündung

  • Eine Mittelohrentzündung kann einzeln oder in Verbindung mit einer anderen Krankheit wie Schnupfen oder Angina auftreten.
  • Eine Mittelohrentzündung kann ein Ohr oder beide Ohren gleichzeitig betreffen.
  • Mittelohrentzündungen treten besonders häufig bei Kindern auf.

Symptome einer Mittelohrentzündung

  • Oft geht der Mittelohrentzündung eine Erkältung voraus.
  • Betroffene klagen übers starke, stechende, pulsierende Schmerzen im Ohr.
  • Begleitend kann Ohrensausen auftreten.
  • Außerdem können Müdigkeit, Fieber, Kopfschmerzen, Halsschmerzen und Schlafstörungen hinzukommen.
  • Betroffene Babys weinen und fassen sich an das erkrankte Ohr.

Tipps

  • Wattestäbchen können das Trommelfell verletzen. Versuchen Sie , das Ohr nur äußerlich mit einem Handtuch zu reinigen.
  • Rauchen Sie nicht. Passivrauchen verstärkt die Krankheit
  • Meiden Sie Lärmquellen.
  • Für Kinder gilt:
    • Zeigen Sie Ihrem Kind, wie es erst mit dem einen, dann mit dem anderen Nasenloch schnäuzen kann.
    • Legen Sie das Baby nie mit einem Fläschchen ins Bett. Die Flüssigkeit kann in den Körperöffnungen bleiben. Dort können sich Bakterien vermehren und ins Mittelohr vordringen.

Die Behandlung: Gehen Sie zum Arzt

  • Wenn Sie unter Ohrenschmerzen leiden, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Bei einer Mittelohrentzündung wird häufig ein Antibiotikum verordnet.
  • Reinigen Sie die Nase mit Meerwasserspülungen.
  • Meiden Sie Rauch.
  • Bei Kindern gilt zudem:
    • Legen Sie das Kind nicht auf das entzündete Ohr, da dies die Schmerzen noch verstärken kann.

Paukenröhrchen zur Behandlung einer Mittelohrentzündungen

Bei chronischen oder schweren Mittelohrentzündungen wird oft zu einer Paukendrainage geraten.

Was bewirkt eine Paukendrainage?

Paukenröhrchen sind kleine gekrümmte Röhrchen aus Kunststoff, die durch das Trommelfell geführt werden und so eine kleine, ständige Öffnung im Trommelfell verursachen. Dies ermöglicht eine ständige Entleerung des Mittelohres bei Mittelohrentzündungen und trägt zur regelrechten Belüftung des Mittelohres bei.

Wann ist eine Paukendrainage sinnvoll?

Eine Paukendrainage ist sinnvoll bei
  • wiederholten schweren Mittelohrentzündungen.
  • vermindertem Hörvermögen bei Mittelohrentzündungen. Bereits ein Hörverlust von 25 Dezibel schränkt die Lebensqualität ein.
  • einem Fortbestehen der Mittelohrentzündung trotz wiederholter Antibiotikatherapie.

Kontrolle nach einer Paukendrainage

  • Das Ohr sollte einen Monat nach dem Einsetzten der Drainage kontrolliert werden.
  • Eine weitere Kontrolle sollte nach 4 Monaten oder bei Beschwerden erfolgen.
  • Das Hörvermögen sollte überprüft werden.
  • Sie sollten mit einer Paukendrainage nicht baden, nicht tauchen und auch nicht den Kopf unter Wasser halten, da die Paukendrainage sich sonst entzünden könnte.

Risiken einer Paukendrainage

die Risiken einer Paukendrainage sind
  • Riss im Trommelfell
  • Infektionen
  • Narkoserisiken beim Eingriff

Entfernung der Paukenröhrchen

Eine Paukendrainage bleibt ca. 10-12 Monate im Ohr, einige Röhrchen können sogar 18 Monate im Ohr verbleiben. Die Paukenröhrchen können aber auch schon vorher bei einer Untersuchung des Ohres herausfallen.

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Erstellt von Dr. Blattmann. Letztes Update am 22. Januar 2016 13:43 von Dr. Blattmann.
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