Die Erdnussallergie

März 2017



  • Nahrungsmittelallergien haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Waren 1970 rund 1% der Bevölkerung von einer Allergie betroffen, sind es heute 6 - 8%.
  • Nahrungsmittelallergien betreffen heute etwa 7 - 8% der Kinder und etwa 3 - 4% der Erwachsenen.
  • Die Zahl der allergischen Reaktionen hat in den letzten Jahren generell stark zugenommen. So erhöhte sich beispielsweise in England die Zahl der anaphylaktischen Schocks in den letzten 17 Jahren um 700%.

Warum gibt es so viele Nahrungsmittelallergien?


In den letzten dreißig Jahren haben sich unsere Essgewohnheiten stark verändert. So werden heutzutage viele neue Lebensmittel konsumiert. Während die Menschen früher nur saisonale Produkte aus der heimischen Region verzehren konnten, stehen jetzt exotische Früchte auf unserem Speiseplan. Hinzu kommt, dass eine Vielzahl neuer Proteine und Geschmacksverstärker in die Küchen Einzug hielten und in den letzten Jahren neue Zubereitungs- und Konservierungsmethoden angewandt wurden.
Auch der steigende Konsum von Fastfood trägt zum Trend bei.

Die Erdnussallergie

  • Die Erdnussallergie gehört zu den häufigsten Nahrungsmittelallergien.
  • Die Erdnussallergie ist die häufigste Allergie bei Kindern über drei Jahren.

Anzeichen für eine Erdnussallergie

  • Anzeichen für eine Erdnussallergie sind Schnupfen, Nesselsucht, Ekzeme, Asthma, Übergeben, Magenschmerzen etc.
  • Die Symptome können entweder einzeln oder gemeinsam auftreten.
  • Erdnussallergien können chronische Beschwerden hervorrufen.
  • Erdnussallergien können zu einem anaphylaktischen Schock führen.

Wie wird eine Erdnussallergie diagnostiziert?

  • Die Diagnose wird von einem Arzt oder Allergologen gestellt.
  • Die Diagnose wird durch einen Allergietest gestellt.


Für weitere Informationen

Erdnüsse sind in vielen Lebensmitteln enthalten

  • Erdnüsse sind in immer mehr Lebensmitteln enthalten.
  • Erdnüsse dienen als Geschmacksträger und vergrößern das Volumen und die Konsistenz vieler Lebensmittel.

Verschwindet die Allergie in der Pubertät?

  • Die Erdnussallergie bleibt meistens bis zum Erwachsenenalter bestehen.
  • Bei etwa 10% bis 15% der Kinder verschwindet die Erdnussallergie in der Pubertät.

Tragen Sie einen Allergieausweis bei sich


Personen, die unter einer Erdnussallergie leiden, sollten einen Allergiepass bei sich tragen, in dem die Allergie verzeichnet ist.

Welche Nahrungsmittel sollte man meiden?


Wenn Sie auf Erdnüsse allergisch reagieren, sollten Sie folgende Lebensmittel meiden:
  • Erdnüsse
  • Erdnussöl
  • Erdnussbutter
  • Margarine
  • Salami, Leberwurst, Würstchen.
  • Gemischte Salate
  • Dessert - Crème, Käse mit Nüssen, Joghurt mit Müsli, Milchprodukte mit Cerealien
  • Süßigkeiten und Lebensmittel, in denen " pflanzliches Öl" oder " Fette" enthalten ist, wie bei Chips beispielsweise.
  • Vollkornbrot
  • Frühstücksflocken, Plundergebäck, Kekse, Kuchen, Salzgebäck
  • Müsliriegel
  • Konditorenwaren, gefüllte Schokoladen, Pralinen, Eiscremes, Nougat, Blätterteig, Müsliriegel, Schokoriegel...
  • Nüsse und Rosinen und Kartoffeln, da diese Kreuzallergien hervorrufen können
  • Suppen
  • Kekse
  • Cracker
  • Hamburger
  • Fertiggerichte
  • Deko für Eis mit Haselnusspulver
  • Mandeln und Marzipan, manche Aromen

Erdnüsse in anderen Produkten

  • Vermeiden Sie Präparate, die "pflanzliches Öl" (ohne genauere Bezeichnung ob es sich um Erdnussöl, Olivenöl oder Sonnenblumenöl handelt) enthalten.
  • Zahlreiche Kosmetika, darunter Shampoos und auch Medikamente, enthalten Spuren von Erdnüssen.
  • Fischfutter und Vogelfutter enthalten ebenfalls oft Erdnüsse.
  • Fragen Sie im Restaurant, ob Speisen, Saucen oder Öl Erdnüsse enthalten.
  • Fragen Sie Ihren Bäcker, ob er Erdnussmehl verwendet.

Kreuzallergien mit anderen Hülsenfrüchten


Kreuzallergien treten häufig auf bei:
  • Erbsen
  • Linsen
  • Soja
  • Bohnen
  • Lupinen

Die Behandlung: Verzicht auf Erdnüsse


Die Behandlung der Erdnussallergie besteht vor allem darin, Erdnüsse in allen Variationen zu vermeiden. Sie sollten den Allergietest regelmäßig wiederholen.

Mehr Informationen über Lebensmittelallergien


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Erstellt von Dr. Blattmann.
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