Morbus Menière - Behandlungsmöglichkeiten

Februar 2017


  • Beim Morbus Menière handelt es sich um eine Erkrankung des Innnenohres.
  • Der Morbus Menière geht mit anfallsweise auftretendem Drehschwindel, Tinnitus und einseitigem Hörverlust einher.
  • Treten diese drei Symptome zusammen auf, spricht man vom so genannten Menièreschen Trias.
  • Die Ursache der Erkrankung ist bislang ungeklärt.

Zahlen und Fakten über den Morbus Ménière

  • Der Morbus Ménière betrifft häufiger Frauen als Männer.
  • Obwohl die Erkrankung in jedem Lebensalter auftreten kann, ist sie im Alter zwischen 20 und 50 Jahren am häufigsten.
  • Bei Jugendlichen tritt die Erkrankung sehr selten auf.

Symptome

  • Der Morbus Ménière betrifft nur ein Ohr.
  • Betroffene berichten von plötzlich einsetzenden Schwindelattacken, die häufig nach etwa 15 Minuten abklingen. Manchmal können die Attacken jedoch auch Stunden anhalten.
  • Dabei ist der Gleichgewichtssinn massiv gestört.
  • Durch den Schwindel kommt es zu Übelkeit und Erbrechen.
  • Auf einem Ohr ist das Hörvermögen vermindert. Dies betrifft vorallem den Tieftonbereich.
  • Zudem tritt ein Tinnitus auf.
  • Der Tinnitus häufig niederfrequent und nur mittelmäßig stark oder gering ausgeprägt.
  • Zusätzlich kann ein Druckgefühl im Ohr auftreten.
  • Zusätzlich können Kopfschmerzen auftreten.
  • Der Morbus Ménière kann Betroffene im Alltag massiv beeinträchtigen.

Wie lange dauert ein Anfall?


Ein Anfall kann zwischen 30 Minuten und 24 Stunden andauern.

Wie häufig tritt ein Anfall auf?

  • Es lässt sich nicht voraussagen, wie häufig die Anfälle auftreten.

Nach einer Krise

  • Betroffene fühlen sich nach einer Krise psychisch und physisch erschöpft.

Entwicklung der Krankheit

  • Die Erkrankung entwickelt sich bei jedem Betroffenen auf unterschiedliche Weise.
  • Der Hörverlust und die Gleichgewichtsprobleme können wochenlang bestehen bleiben.
  • Der Tinnitus wird von den Betroffenen variabel erlebt und ist meist aber nicht sehr stark ausgeprägt.

Ursachen

  • Die genaue Ursache der Erkankung ist nicht bekannt.
  • Forscher gehen jedoch davon aus, dass ein Endolymphstau in der Gehörschnecke im Innenohr die Symptome verursacht.
  • Einige Studien gehen davon aus, dass ein Endolymphstau mehrere Ursachen haben kann.
  • Zudem existieren Hypothesen, die Viren, Traumata oder Immunerkrankungen für die Entstehung des Morbus Menière verantwortlich machen.

Behandlung

Behandlung im akuten Anfall

  • Die Behandlung des akuten Anfalls gilt der Symptomkontrolle.
  • Bei akuten Drehschwindelattacken sollten Sie Bettruhe einhalten.
  • Medikamente helfen gegen Übelkeit (z.B. "Vomex").
  • Medikamente helfen gegen Schwindel (z.B. Dimenhydrinat").

Langfristige Behandlung

  • Es ist wichtig, dass Sie einen Hals- Nasen- Ohrenarzt Ihres Vetrauens als dauerhaften Ansprechpartner haben.
  • Es gilt die allgemeine Empfehlung, sich möglichst salzarm zu ernähren.
  • In der langfristigen Behandlundes Morbus Menière kommen zudem verschiedene Medikamente wie Diuretika, bestimmte Antibiotika, Kortikoide und ein Wirkstoff namens Betahistidin zum Einsatz.

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Erstellt von Dr. Blattmann. Letztes Update am 28. Januar 2013 17:43 von Dr. Blattmann.
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