Allergie auf Kontrastmittel

Dezember 2016

Kontrastmittel werden bei verschiedenen bildgebenden Verfahren eingesetzt, um die Sichtbarkeit einzelner Organe, Gewebe oder Gefäße zu verbessern.


Wofür werden Kontrastmittel eingesetzt?

Kontrastmittel können bei einer Ultraschalluntersuchung, bei einer Computertomographie (CT), bei einer Angiographie, bei einer Magnetresonanztomographie (MRT), bei einer Röntgenuntersuchung und bei weiteren Untersuchungen eingesetzt werden. Je nach Indikation werden Kontrastmittel oral oder über die Vene verabreicht.

Kontastmittelallergie - Symptome

Allergische Reaktionen auf Kontrastmittel können innerhalb kurzer Zeit (etwa einer Stunde) als Sofortreaktion) oder zeitversetzt bis zu mehreren Tagen nach Kontakt mit dem Kontrastmittel auftreten.


Die meisten allergischen Reaktionen sind leicht. Dabei kommt es nach der Kontrastmittelgabe zu Symptomen wie Übelkeit, Hautveränderungen und Juckreiz, Schwindel und/oder Kopfschmerzen.

Mittelschwere allergische Reaktionen äußern sich in leichter Atemnot, Erbrechen, beschleunigtem oder verlangsamtem Herzschlag, Ödemen und/oder Urtikaria (Nesselsucht).

Schwere allergische Reaktionen führen zu einem anaphylaktischen Schock. Der anaphylaktische Schock stellt dabei die schwerste Form der allergischen Reaktion dar: Dabei kommt es durch die allergischen Reaktionen zu einer schlagartigen Erweiterung der Blutgefäße, was zu einem drastischen Blutdruckabfall und im schlimmsten Fall zu einem Kreislaufversagen führen kann.

Kontrastmittelallergie: Wer ist besonders gefährdet?

Einige Menschen haben ein erhöhtes Risiko, eine Kontrastmittelallergie zu entwickeln. Auch Asthmatiker und Menschen, die mit Beta-Blockern behandelt werden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Kontrastmittelallergie.

Da viele Kontrastmittel Jod enthalten, sind Personen, die auf Jod allergisch reagieren, besonders gefährdet, eine Kontrastmittelallergie zu bekommen.

Was tun bei Kontrastmittelallergie

Wurde bereits eine Kontrastmittelunverträglichkeit festgestellt, sollten Sie einen Röntgenpass bei sich tragen, in dem die Allergie vermerkt ist. Da es verschiedene Kontrastmittel gibt, ist wichtig, dass der Wirkstoff, auf den Sie allergisch reagiert haben, notiert wurde.


Wenn Sie bereits einmal eine Kontrastmittelallergie hatten, sollten Sie unbedingt vor jeder Untersuchung auf Ihre Allergie hinweisen. Informieren Sie das medizinische Personal außerdem über andere bestehende Allergien.

Wenn Sie nach Verabreichung des Kontrastmittels Reaktionen spüren (Kribbeln, Niesen, Übelkeit, Atemnot usw.), sollten Sie sofort Bescheid sagen. Sollten die Symptome während einer CT- oder MRT-Untersuchung auftreten, können Sie die Sprechfunktion im Gerät nutzen oder den Notknopf betätigen. Vor der Untersuchung wird Sie das medizinische Personal mit dem Gerät vertraut machen und Ihnen sagen, wie Sie sich während der Untersuchung bemerkbar machen können.

Prophylaxe nach Kontrastmittelallergie

Wenn Sie auf ein bestimmtes Kontrastmittel allergisch reagiert haben, sollten Sie dieses nach Möglichkeit nicht mehr verabreicht bekommen. Allerdings sind bestimmte Kontrastmittel bei einigen Untersuchungen unumgänglich, um aussagekräftige Bilder zu erhalten. In diesem Fall werden Allergikern vor der Kontrastmittelgabe prophylaktisch allergiehemmende Medikamente verabreicht.

Foto: © urfin - Shutterstock.com

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Artikel im Original veröffentlicht von . Übersetzt von Dr. Blattmann. Letztes Update am 12. November 2016 06:00 von SilkeCCM.
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