Schlafstörungen - Definition und Ursachen

April 2017


Schlafstörungen

  • Unter dem Begriff Schlafstörung versteht man Beeinträchtigungen des Schlafes, die aus unterschiedlichen Gründen auftreten können.
  • In der Fachsprache werden Schlafstörungen unter dem Begriff "Insomnie" zusammengefasst.
  • Insomnie bedeutet nicht, dass Betroffene überhaupt nicht mehr schlafen können. Es handelt sich vielmehr um Einschlaf- oder Durchschlafstörungen.

Symptome

  • Schlafstörungen sind durch folgende Symptome gekennzeichnet:
    • Betroffene benötigen lange Zeit, um einzuschlafen ("Einschlafstörung");
    • Betroffene schlafen schnell ein, wachen jedoch nach kurzer Zeit wieder auf ("Durchschlafstörung");
    • Betroffene wachen gegen Ihren Willen bereits in den frühen Morgenstunden auf und können nicht mehr einschlafen.

Zahlen und Fakten

  • Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland etwa 5 Millionen Meenschen unter Schlafstörungen leiden.
  • Schlafstörungen können jeden treffen, ungeachtet des Alters, des Geschlechts oder der sozialen Herkunft.
  • Frauen sind häufiger von Schlafstörungen betroffen als Männer.
  • Im Alter zwischen 30 und 65 Jahren treten Schlafstörungen besonders häufig auf.

Wie viel Stunden Schlaf benötigen Erwachsene?

  • Wie viel Stunden Schlaf Erwachsene benötigen, um sich ausgeruht zu fühlen, ist individuell verschieden.
  • Die meisten Erwachsenen benötigen pro Tag etwa 7 bis 8 Stunden Schlaf.
  • Im fortgeschrittenen Alter benötigen viele Menschen weniger Schlaf.

Folgen von Schlafstörungen

Unerholsamer oder ungenügender Schlaf kann sich auf Dauer negativ auf den Körper und die Psyche auswirken. Häufige Folgen von Schlafstörungen sind:
  • Tagesmüdigkeit;
  • Gedächtnisschwierigkeiten;
  • Konzentrationsschwierigkeiten;
  • Nervosität;
  • Irritabilität;
  • Depression;
  • Herz- Kreislauferkrankungen;
  • Hormonelle Störungen;
  • Etc.

Ursachen

  • Die Ursachen von Ein- und Durchschlafstörungen sind vielfältig.
  • Häufige Auslöser sind zum Beispiel folgende:
    • Persönlicher Lebensstil;
    • Stress;
    • Umweltfaktoren (z.B. Lärm);
    • Schichtarbeit;
    • Organische Erkrankungen;
    • Psychische Erkrankungen.

Angst vor der Schlafenszeit

  • Betroffene leiden oft sehr unter bestehenden Schlafstörungen.
  • Das Bett und das Schlafzimmer werden deshalb zunehmend als unangenehmer Ort empfunden.
  • Betroffene können so in einen richtiggehenden Teufelskreis geraten: Die Angst vor den Schlafstörungen verstärkt sich von Nacht zu Nacht und führt zu starker innerer Anspannung, die wiederum erholsamen Schlaf unmöglich macht.

Wann zum Arzt?

Schlafstörungen betreffen hin und wieder jeden Menschen. Wenn Sie jedoch längerfristig unter Schlafstörungen leiden und sich dadurch eingeschränkt fühlen, sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen. Er wird Sie gegebenenfalls an einen Facharzt überweisen.

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Artikel im Original veröffentlicht von . Übersetzt von Dr. Blattmann. Letztes Update am 26. Oktober 2015 12:57 von Dr. Blattmann.
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