Stress: Definition, Symptome, Folgen

Dezember 2016

Andauernder Stress kann negative Auswirkungen auf Psyche und Körper haben. Wie Sie besser mit Stress umgehen können, lesen Sie im Folgenden.


Stress: Definition

Stress ist eine Empfindung, die in belastenden und überfordernden Lebenssituationen auftritt. Wir fühlen uns gestresst, wenn wir den Eindruck haben, ständig am Limit zu leben, unter Zeitdruck zu stehen oder Aufgaben und Anforderungen nicht gewachsen zu sein. Chronischer Stress wirkt sich negativ auf die körperliche und seelische Gesundheit aus.

Stress: Symptome

Im Prinzip läuft jede Stressreaktion nach dem gleichen Muster ab.

Alarmphase

Stress versetzt den Körper in einen "Alarmzustand". Der Körper reagiert auf den Stressreiz, indem er die Hormone Adrenalin, Noradrenalin, Kortisol, Aldosteron und Androgen ausschüttet.

Reaktionsphase

Durch diesen "Alarm" stellt sich der Körper auf Höchstleistungen ein: Blutdruck und Puls steigen, Blutzucker und Blutfettwerte gehen nach oben, die Aufmerksamkeit steigt. Alle Körperfunktionen, die nicht der unmittelbaren Stressreaktion dienen, zum Beispiel Regeneration und Verdauung, werden gehemmt.

Bewältigungsphase

In dieser Phase kehrt schließlich wieder Ruhe ein - Zeit für den Körper, Stresshormone abzubauen. Während Adrenalin schnell abgebaut werden kann, sinkt die Kortisolkonzentration im Blut nur langsam (über einen Zeitraum von ca. zwei Wochen) wieder ab. Hat der Körper nicht genug Zeit, um den Stress zu bewältigen und die Körperfunktionen zu normalisieren, spricht man von chronischem Stress.

Wodurch kann Stress entstehen?

Jeder Mensch fühlt sich durch unterschiedliche Dinge gestresst. Hier folgt eine Liste mit häufigen Stressoren.

Umwelt: Kälte, Hitze, Lärm
Körperliche Reize: Hunger, Durst, Schmerzen
Psychische Stressoren: (Zu) hohe Leistungsanforderungen, Zeitnot, Multitasking, Trennungen, Trauer, Einsamkeit, Überforderung, ungelöste Probleme usw.

Stress: Folgen

Chronischer Stress macht krank. Von chronischem Stress spricht man dann, wenn Betroffene sich dauerhaft überfordert fühlen und keine Zeit zur Stressbewältigung haben. Sind die Energiereserven erschöpft, sinkt die Konzentrationsfähigkeit, es kommt zu Gereiztheit, schlechter Stimmung, Schlafstörungen und körperlichen Symptomen wie Magen-Darmproblemen oder Bluthochdruck. Chronischer Stress gilt als Trigger für die Entstehung von Herzerkrankungen und Schmerzsyndromen. Tritt keine Entlastung ein, kann chronischer Stress in eine Depression oder einem Burnout münden.

Positiver Stress

Viele Menschen träumen von einem entspannten Leben ohne Termine und mit viel Zeit. Aber ein komplett stressfreies Leben ist natürlich langweilig. Und jeder Mensch steht hin und wieder unter Stress - das ist normal und gehört zu unserem Leben dazu. Solange Stress kurzfristig ist und von der Erfahrung begleitet wird, Aufgaben und Herausforderungen erfolgreich zu meistern, spricht man von positivem Stress. Positiver Stress motiviert, steigert die Produktivität und stärkt das Selbstvertrauen. Stress wird in der Regel erst dann negativ gewertet, wenn er zu häufig, zu extrem und ohne körperlichen Ausgleich auftritt. In diesem Fall spricht man von chronischem Stress.

Stress vermeiden

Um Stress zu vermeiden, hilft es, sich darüber klar zu werden, was Sie genau stresst. Erst wenn Sie die Auslöser und die Situationen kennen, können Sie für Entlastung sorgen. Nehmen Sie sich Zeit für sich und trauen Sie sich auch, Aufgaben abzugeben und Hilfe anzunehmen.


Wichtig ist auch, Ihre persönliche Einstellung und Ansprüche zu überdenken. Stressverstärker können zum Beispiel der Hang zum Perfektionismus oder Versagensangst sein. Hinterfragen Sie sich und Ihre Ziele deshalb hin und wieder selbst. Manchmal hilft es hier, den ehrlichen Rat guter Freunde anzuhören.

Sie werden immer wieder stressige Phasen durchleben, das gehört zum Alltag dazu. Es ist daher wichtig Wege zu finden, um einen Ausgleich herzustellen. Einigen Menschen hilft Bewegung, andere setzen auf Entspannungsübungen oder Meditation. Finden Sie heraus, was Ihnen persönlich hilft, Ihre innere Balance wiederzufinden.

Foto: © Stokkete - Shutterstock.com

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Artikel im Original veröffentlicht von . Übersetzt von Dr. Blattmann. Letztes Update am 8. November 2016 05:54 von SilkeCCM.
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