Behandlungsmöglichkeiten beim Restless Legs Syndrom

Februar 2017




Was ist das Restless Legs Syndrom?

  • Restless Legs Syndrom bedeutet übersetzt Erkrankung der unruhigen, ruhe- bzw. rastlosen Beine.
  • Betroffene leiden unter einem Ziehen, Reißen oder Kribbeln in den Beinen, wenn der Körper zur Ruhe kommt.
  • Die Beschwerden treten vor allem Nachts auf.
  • Die Beschwerden können in einem Bein oder in beiden Beinen auftreten.
  • Die Beschwerden lassen sich durch Bewegung mindern.
  • Zwangsläufig kommt es so nachts zu Schlafstörungen, die zum Teil bis hin zur völligen Schlaflosigkeit reichen.
  • Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland 5-10 % der Bevölkerung in Deutschland vom Restless Legs Syndrom betroffen sind. 60% der Betroffenen sind weiblich.
  • Allerdings sind die Beschwerden bei 80% der Betroffenen nur schwach ausgeprägt und nicht behandlungsbedürftig.

Idiopathisches und sekundäres Restless Legs Syndrom


Wenn Sie unter einem Restless Legs Syndrom leiden, sollten Sie gründlich untersucht werden. Das Syndrom kann durch Krankheiten wie eine Eisenmangelanämie, eine Vitamin B-Mangel- Anämie, eine Niereninsuffizienz mit Dialyse, eine Arthritis, die Einnahme von bestimmten Medikamenten, eine Schwangerschaft, eine Parkinsonerkrankung und durch andere neurologische Erkrankungen ausgelöst werden. In diesem Fall spricht man von einem sekundären Restless Legs Syndrom. Wenn möglich sollte hier die Grunderkrankung behandelt werden; auslösende Medikamente sollten nach Möglichkeit nach Absprache mit dem Arzt abgesetzt werden.
Wenn kein auslösender Faktor festgestellt werden kann, spricht man von einem idiopatischen Restless Legs Syndrom.

Symptomatische Behandlungsmöglichkeiten


Die Behandlung muss individuell an die Beschwerden des Patienten angepasst werden. Dabei steht vor allem die Wiederherstellung der Schlafqualität im Vordergrund. Es stehen verschiedene Medikamente für eine symptomatische Therapie zur Verfügung.

Schmerzmittel


Wenn die Symptomatik vor allem mit Schmerzen einhergeht, können verschiedene Schmerzmittel verabreicht werden.

Dopminagonisten


Bei der Behandlung schwerer und täglicher Beschwerden gelten Dopamin-ähnlich wirkende Substanzen (Dopaminagonisten) als Mittel der Wahl. Diese Substanzen stimulieren Dopamin-Rezeptoren im Gehirn und mindern die Symptomatik beim Restless Legs Syndrom.

Antikonvulsiva


Die Gabe von Antikonvulsiva wie z.B. Gabapentin hat sich in den letzten Jahren in der Therapie ebenfalls bewährt.

Algemeine Maßnahmen


Sie sollten versuchen, Symptom-verstärkende Faktoren wie z.B. Kaffee, Alkohol, Wärme, schwere körperliche Arbeit und Stress soweit wie möglich zu meiden.

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Erstellt von Dr. Blattmann. Letztes Update am 28. Januar 2013 19:58 von Dr. Blattmann.
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