Blutuntersuchungen zum Nachweis einer rheumatoiden Arthritis

Dezember 2016




Die rheumatoide Arthritis

  • Die rheumatoide Arthritis (auch chronische Polyarthritis genannt) ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke.
  • Besonders häufig sind die "kleinen" Gelenke in den Finger- und Zehengelenken betroffen; allerdings kann die Entzündung auch die "großen" Gelenken wie Hüft- Knie- Schulter oder Handgelenk in Mitleidenschaft ziehen.
  • Die betroffenen Gelenke schwellen an, sind überwärmt, gerötet und schmerzhaft.
  • Morgens sind diese Symptome zumeist am stärksten ausgeprägt, die Gelenke sind wie versteift.
  • Der Krankheitsbeginn ist oft schleichend, kann aber auch plötzlich eintreten.
  • Die Erkrankung verläuft schubweise.
  • Die Diagnose erfolgt durch die typische Symptomatik, Blutuntersuchungen und bildgebende Verfahren.
  • Wir erläutern Ihnen im Folgenden, welche Blutuntersuchungen zur Diagnosestellung herangezogen werden.

Entzündungszeichen: CRP und BSG

Bei Entzündungsprozessen im Körper sind die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) und der CRP-Wert erhöht. Eine Erhöhung dieser Werte weist somit unspezifisch auf eine entzündungsreaktion hin.

Rheumafaktor

  • Der Rheumafaktor ist ein Antikörper, der gegen ein körpereigenes Eiweiß (Protein) gerichtet ist.
  • Der Rheumfaktor lässt sich im Blut nachweisen.
  • Rheumafaktoren sind allerdings nur bei 70%-80 % der erkrankten Patienten nachweisbar.
  • Rheumfaktoren können auch teilweise bei Personen, die nicht von einer rheumatoiden Arthritis betroffen sind, nachgewiesen werden.
  • Deshalb ist das Vorliegen von Rheumafaktoren nicht beweisend für die Erkrankung. Ebenso wenig bedeutet das Fehlen von Rheumfaktoren, dass die Erkrankung ausgeschlossen werden kann.
  • Bei einer bestehenden nheumatoiden Arthritis können Rheumafaktoren als Verlaufsparameter herangezogen werden, da man hierdurch die Schwere und die Geschwindigkeit des Krankheitsverlaufs nachvollziehen kann.

CCP Antikörper

  • Zudem wird der Cyclische Citrullin Peptid-Antikörper (CCP-Ak) im Blut bestimmt.
  • CCP-Ak zeigen zeigen die Erkankung spezifischer an als Rheumafaktoren und sind bei 96 % der Erkrankten nachweisbar.
  • Zudem sind CCP-Ak bei 79 % der Patienten bereits im frühen Stadium der Krankheit nachweisbar.
  • Eine kombinierte Messung der Rheumafaktoren und der CCP-Ak hat zu einer enormen Verbesserung der Diagnose geführt.

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Artikel im Original veröffentlicht von . Übersetzt von Dr. Blattmann. Letztes Update am 26. Oktober 2015 12:59 von Dr. Blattmann.
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