Kompressionsstrümpfe bei Krampfadern

September 2017

Bei Krampfadern können die Beine unangenehm anschwellen. Kompressionsstrümpfe können helfen, die Beinschwellung zu lindern.


Was sind Krampfadern?

Krampfadern (auch als Varizen bezeichnet) sind dauerhaft erweiterte Venen, die sich unter der Haut unregelmäßig geschlängelt abzeichnen können, oder aber auch in tieferen Regionen vorkommen. Krampfadern treten besonders häufig an den Beinen auf. Wenn die Beinvenen nicht mehr intakt sind, staut sich das Blut in den Gefäßen. Dieser Blutstau verursacht Schmerzen und eine Schwellung im umliegenden Gewebe.

Kompression bei Krampfadern

Krampfadern gehen durch das Tragen von Kompressionsstrümpfen nicht weg, aber das Tragen der Strümpfe kann gegen die typischen Beschwerden (Schmerzen und Schwellung des umliegenden Gewebes) helfen. Kompressionsstrümpfe können außerdem dazu beitragen, dass sich Krampfadern nicht verschlimmern. Sie wirken dabei auf eine einfache mechanische Weise: Der Druck entlastet die Venen und die Lymphgefäße, reduziert den Flüssigkeitseinstrom aus den Blutkapillaren in das Gewebe, presst kleine Venen zusammen und hilft den Venenklappen besser zu schließen. Kompressionsstümpfe gibt es in verschiedenen Klassen (von Klasse eins bis vier), die aufsteigend eine höhere Kompression auf das Gewebe ausüben.

Wie trägt man Kompressionsstrümpfe?

Wichtig ist, dass Kompressionsstrümpfe nach Möglichkeit individuell angepasst werden. Der Arzt kann Kompressionsstrümpfe verordnen, so dass die Kosten für die Strümpfe von der Krankenkasse übernommen werden.


Achten Sie beim Tragen darauf, dass der Strumpf gut sitzt und nirgendwo ein Faltenwurf entsteht. Sonst besteht die Gefahr, dass die Strümpfe einzelne Gefäße (zum Beispiel in der Kniekehle) abschnüren. Es gibt spezielle Vorrichtungen, die das Anziehen von Kompressionsstrümpfen erleichtern. Fragen Sie im Sanitätshaus nach.

Heutzutage sind auch Kompressionsstrümpfe erhältlich, die wie normale Strumpfhosen aussehen. Die Modelle sind in verschiedenen Farben erhältlich.

Kontraindikationen

Sie dürfen keine Kompressionsstrümpfe tragen, wenn Sie unter einer arteriellen Durchblutungsstörung in den Beinen leiden, da sonst der Blutfluss in den Beinarterien noch verschlechtert wird. Bei Infektionen an den Beinen oder Wunden sollten Sie die Strümpfe nur nach Rücksprache mit dem Arzt anziehen.

Was sind Stützstrümpfe?

Stützstrümpfe und sogenannte Thromboseprophylaxestrümpfe sind andere Produkte als Kompressionsstümpfe. Stützstrümpfe üben nur eine leichte Kompression aus, haben also eine geringere Wirkung als Kompressionsstümpfe, und sind zum Beispiel in Apotheken erhältlich. Dort werden unter anderem Stützstrümpfe zur Prophylaxe gegen Reisethrombosen angeboten. Außerdem werden Stützstümpfe zur Thromboseprophylaxe nach Operationen genutzt. Wie lange die Strümpfe nach einer Operation genau getragen werden sollen, wird Ihnen Ihr betreuender Arzt sagen.

Foto: © Geografika – 123RF.com

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Artikel im Original veröffentlicht von p.horde. Übersetzt von Dr. Blattmann. Letztes Update am 6. September 2017 02:02 von SilkeCCM.
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