Welche Krankheiten können durch eine Röntgen Thorax-Untersuchung diagnostiziert werden?

September 2016

Die Röntgen Thorax-Untersuchung ist eine der häufigsten Röntgenuntersuchungen.


Was ist eine Röntgen Thorax Aufnahme?

Der Ausdruck "Röntgen Thorax" bezeichnet eine Röntgenaufnahme des Brustkorbes in gerader oder seitlicher Ansicht. Mit einer Röntgen Thorax-Untersuchung kann sowohl die Lunge, als auch die Herzgröße, das Rippenfell, das Zwerchfell, das Mediastinum, die Rippen, das Brustbein und die Brustwirbelsäule beurteilt werden.

Welche Krankheiten können durch eine Röntgen Thorax-Untersuchung diagnostiziert werden?

Lungenerkrankungen

Eine Röntgen Thorax-Untersuchung kann Hinweise auf verschiedene Erkrankungen der Lunge liefern. Dazu zählt zum Beispiel die Pneumonie (Lungenentzündung), ein Pneumothorax (Luftansammlung neben der Lunge, die die Ausdehnung der Lunge und das Atmen behindert), eine Tuberkulose (Infektionskrankheit der Lunge), Zeichen für eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung und ein Lungenemphysem (Überblähung von Lungenteilen), ein Lungenödem (Ansammlung von Wasser in der Lunge), Atelektasen (nicht belüftete Lungenanteile), ein Pleuraerguss (Flüssigkeitsansammlung zwischen den Blättern des Lungenüberzugs) und Lungenkrebs.

Erkrankungen der Rippen und der Wirbelsäule

Auch Erkrankungen der knöchernen Strukturen können durch die Röntgenuntersuchung des Brustkorbs diagnostiziert werden. Dazu zählen zum Beispiel Brüche, Abweichungen der Knochenstellung sowie Rundherde wie zum Beispiel Knochenmetastasen.

Erkrankungen des Zwerchfells

Das Zwerchfell wird ebenfalls im Röntgenbild beurteilt. So können zum Beispiel Hernien (Lücken im Zwerchfell, durch die sich Bauchorgane in den Brustkorb verlagern) oder auch eine Fehlstellung des Zwerchfells erkannt werden.

Herzerkrankungen

Im Röntgen Thorax wird zudem die Herzgröße beurteilt. Eine zunehmende Herzgröße kann zum Beispiel als Hinweis für eine Herzschwäche gelten.

Erkrankungen des Mediastinums

Als Mediastinum bezeichnet man den Raum zwischen den beiden Wandblättern des Lungenüberzugs. Vorne wird dieser Raum vom Brustbein, hinten von der Wirbelsäule und unten vom Zwerchfell begrenzt. Im Röntgenbild können sich im Mediastinum Erkrankungen der Aorta (zum Beispiel Kalkablagerungen, Aussackungen), Tumoren oder vergrößerte Lymphknoten darstellen.

Grenzen der Röntgen Thorax- Untersuchung

Nicht jede Erkrankung kann durch eine Röntgen Thorax-Untersuchung diagnostiziert werden. So können sehr kleine Veränderungen zum Teil nicht entdeckt werden. Auch krankhafte Prozesse, die durch den Schatten anderer Orane (z.B. durch den Herzschatten) überdeckt werden, können zum Teil nicht diagnostiziert werden. Deshalb sind in einige Fällen noch weitere spezielle ergänzende Untersuchungen notwendig.

Strahlenbelastung durch eine Röntgen Thorax-Untersuchung

Die Strahlenbelastung durch eine Röntgen Thorax-Untersuchung ist dank moderner Geräte mit ca. 0,1 mSv sehr gering. 0,1 mSv entsprechen in etwa der natürlichen Strahlendosis, der der Körper binnen 10 Tagen ausgesetzt ist. Trotzdem sollte jede Röntgenuntersuchung immer nur nach genauer Abwägung der Indikation durchgeführt werden.

Kontraindikationen

Die Indikation für eine Röntgen Thorax-Untersuchung sollte immer streng gestellt werden, da die Untersuchung mit einer Strahlenbelastung einhergeht. In der Schwangerschaft sind Röntgenuntersuchungen kontraindiziert.

Foto: © tippapatt – Shutterstock.com

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