Erektile Dysfunktion - Wie sollte sich die Partnerin verhalten?

Januar 2017



Was ist eine erektile Dysfunktion?

  • Die Begriffe "erektile Dysfunktion" und "Erektionsstörung" haben in den letzten Jahren den Begriff "Impotenz" abgelöst, der heutzutage von den meisten Medizinern und betroffenen Männern als zu negativ empfunden wird.
  • Unter einer erektilen Dysfunktion versteht man Schwierigkeiten, oder die vollständige Unmöglichkeit, eine Erektion zu erlangen oder aufrecht zu erhalten, die es erlaubt, befriedigenden Geschlechtsverkehr zu haben und seine Partnerin über eine längere Zeit zu penetrieren.
  • Eine erektile Dysfunktion kann episodisch, regelmäßig oder andauernd auftreten.
  • Erektile Dysfunktionen treten mit zunehmendem Alter häufiger auf.
  • Erektile Dysfunktionen treten insbesondere bei Männern auf, die rauchen, Alkohol konsumieren, oder übergewichtig sind. .

Die erektile Dysfunktion sollte kein Tabuthema sein!

  • Die Weltgesundheitsorgnisation WHO versteht die Sexualität als integralen Teil unserer Gesundheit.
  • Ein harmonisches Sexleben ermöglicht es, sich voll entfalten und sich in seiner Haut wohlzufühlen.
  • Dieses Thema wird von vielen Männern - und sogar von manchen Medizinern - immer noch als Tabuthema betrachtet.
  • Viele Männer haben daher Angst, das Thema anzusprechen und so mit der Realität konfrontiert zu werden.
  • Betroffen verlieren dadurch Zeit und machen sich Schuldgefühle und Sorgen, die ihre Probleme noch weiter verschlimmern.
  • "Pannen im Bett" führen oft zu vermindertem Selbstbewusstsein und Schuldgefühlen - was andererseits wieder die Erektionsfähigkeit beeinflusst.
  • Männer mit diesem Problem haben oft das Gefühl, "weniger Wert zu sein".
  • Dadurch laufen sie Gefahr, von einer Enttäuschung zur Nächsten zu gelangen.
  • Viele Betroffen trauen sich nicht, der Realität ins Gesicht zu sehen.
  • Viele Betroffene wissen nicht, dass es effektive Behandlungsmethoden gibt.
  • Erektionsstörungen können sich negativ auf das Privat- und Berufsleben auswirken.
  • Depressionen können ursächlich für Erektionsstörungen sein; Depressionen können allerdings auch Folge von Erektionsstörungen sein.
  • Viele Männer kennen das Problem gelegentlicher Erektionsstörungen, sexuelle Pannen können etwa bei Stress, Überarbeitung oder Müdigkeit geschehen.
  • Die Angst, zu versagen und nicht zu befriedigendem Geschlechtsverkehr im Stande zu sein, verstärkt die Störung, die zunächst meist nur eine periodische Erscheinung ist.
  • Erektionsstörungen haben immer Auswirkungen auf das psychische Gleichgewicht; Eine stabile Erektion ermöglicht ein erfüllteres Sexualleben und bringt somit größeres Selbstvertrauen.
  • Verlieren Sie keine Zeit, zögern Sie nicht, einen Spezialisten aufzusuchen! Es gibt Behandlungsmethoden, die das Problem effektiv lösen können.

Körperliche Ursachen für eine erektile Dysfunktionen


Die Ursachen können medizinischer oder psychologischer Art sein. Der erste Schritt in der Diagnostik ist es, körperliche Ursachen für eine erektile Dysfunktion auszuschließen. Im Folgenden nennen wir Ihnen die häufigsten medizinische Gründe und bedeutendste Risikofaktoren für eine erektile Dysfunktion:
  • Hormonelle Gründe: ein Mangel an männlichen Sexualhormonen hat seltenere nächtliche oder morgendliche Erektionen zur Folge. Dafür ist ein Testosteronmangel verantwortlich.
  • Arterienverkalkung ist der häufigste Grund für organisch bedingte erektile Dysfunktionen. Ablagerungen an den inneren Wänden der Arterien rund um den Penis können zu einer Arterienverengung führen, und so das Blut daran hindern, normal zu fließen und eine Erektion aufrecht zu erhalten. Die wichtigsten Risikofaktoren für Arterienverkalkung sind: chronischer Tabakkonsum, erhöhte Cholesterinwerte und Diabetes, welcher das Risiko für eine erektile Dysfunktion unabhängig vom Alter verdreifacht.
  • Niereninsuffizienz ist ebenfalls eine häufige Ursache: Über 40 % aller Männer mit chronischer Niereninsuffizienz leiden an einer erektilen Dysfunktion.
  • Medikamente: Die Einnahme bestimmter Medikamente - etwa Mittel gegen Bluthochdruck, psychotrope Substanzen und Antikonvulsiva - kann erektile Dysfunktionen zur Folge haben.
  • Neurologische Anomalien: Schlaganfälle, Rückenmarksverletzungen, Verletzungen der Erektionsnerven nach chirurgischen Eingriffen an der Prostata (Prostatektomie).
  • Degenerative Krankheiten: Multiple Sklerose, Parkinson etc.
  • Chronischer Alkoholismus: Alkoholismus kann für über 50 % aller erektilen Dysfunktionen verantwortlich gemacht werden.
  • Tabakkonsum.
  • Das Alter ist ebenfalls ein zu berücksichtigender Faktor: Ab dem 50. Lebensjahr benötigt ein Mann oft mehr Zeit und Stimulation, um eine zufriedenstellende Erektion zu erlangen.
  • Müdigkeit, Überarbeitung, psychische Belastungen.
  • etc.



Bei Männern mit erektilen Dysfunktionen kann es der Fall sein, dass die Arterien, die den Penis versorgen, verstopft sind. Daher ist es auch nötig, zu überprüfen, ob nicht auch andere Arterien von Verkalkungen betroffen sind, bevor es zu einer Verschlimmerung der Lage kommt. Deshalb müssen die Arterien, die zur Versorgung des Herzens, der Beine und des Gehirns zuständig sind, ebenfalls untersucht werden.

Psychische Gründe


Wenn Männer unter einer erektilen Dysfunktion leiden, spielen häufig psychische und physische Ursachen eine Rolle. Dazu zählen z.B. folgende Gründe:
  • Partnerschaftsprobleme
  • Mangel an Nähe und Kontakt mit dem Partner;
  • Kommunikationsprobleme mit dem Partner;
  • Unterschiedliche Ziele in der Partnerschaft (Kinder, Heirat etc.);
  • Langeweile in der Partnerschaft bzw. im Sexualleben;
  • Eifersucht;
  • Stress, Ängste;
  • Depressionen;
  • Traumatische sexuelle Erfahrungen;
  • Versagensängste;
  • "Angst vor der Angst";
  • Mangelnde Sexuelle Erfahrung;
  • Zu hohe Erwartungshaltung;
  • Etc.

Sprechen Sie mit Ihrem Partner über das Problem!


Die Haltung der Partnerin ist sehr wichtig.
  • Viele Frauen fühlen sich schuldig oder suchen den Fehler bei sich;
  • Andere schämen sich;
  • Andere sind besorgt;
  • Manche resignieren und sprechen das Problem gar nicht erst an.
  • Die meisten Partnerinnen verhalten sich unterstützend und ermutigen ihren Partner, so schnell wie möglich einen Arzt aufzusuchen.
  • Ein Gespräch mit dem Partner hilft oft, die Situation zu entschärfen.
  • Andererseits kann die Frau ihren Partner auch ermutigen und überzeugen, einen Arzt aufzusuchen.
  • Die Anwesenheit der Partnerin Anwesenheit ist beim Gespräch mit dem Arzt häufig erwünscht.

Konsultieren Sie einen Arzt!


Vielen Männern ist es peinlich, wegen einer erektilen Dysfunktion einen Arzt aufzusuchen. Sie sollten jedoch folgendes bedenken:
  • Erektionsstörungen sind häufig und treten mit zunehmendem Alter vermehrt auf.
  • Fast alle Männer werden zu einem bestimmten Zeitpunkt in ihrem Leben einmal damit konfrontiert;
  • Erektile Dysfunktionen betreffen über 50 % der Männer zwischen 40 und 70 Jahren, und etwa 70 % der 70-jährigen Männer.
  • Die Häufigkeit spontaner Erektionen nimmt mit dem Alter ab, die Erektion braucht länger, um zu entstehen, das Glied wird dabei weniger steif. Auch der nötige Zeitabstand zwischen zwei Erektionen wird länger.
  • 15% aller Männer mit Bluthochdruck haben Erektionsprobleme.
  • 25 % der betroffenen Männer suchen einen Arzt auf, obwohl es ganze 60 % gerne täten.
  • 20 % aller Erektionsstörungen sind psychologisch bedingt, 80 % sind auf medizinische Ursachen zurückzuführen.
  • Nur ein geringer Anteil der betroffenen Männer erhält eine korrekte Behandlung: der Großteil der Männer geht nicht zum Arzt, dies geschieht aus Schamgefühl oder weil Betroffene nicht wissen, dass es wirksame Behandlungsmethoden gibt. Außerdem glauben ältere Männer oft, dass dieses Problem normal und dauerhaft ist.


Gehen Sie also zum Arzt! Nur ein Besuch beim Arzt kann Ihnen und Ihrer Partnerin helfen, die erektile Dysfunktion dauerhaft und effektiv in den Griff zu bekommen!

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Erstellt von Dr. Blattmann. Letztes Update am 28. Januar 2013 19:42 von Dr. Blattmann.
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