Schadet Shisharauchen der Gesundheit?

Januar 2017


Viele Menschen glauben, dass das Rauchen einer Shisha nicht gesundheitsschädlich ist. Stimmt das wirklich?



Shisharauchen

  • Wasserpfeifen- oder Shishatabak besteht zu 25 % aus Tabak, der mit Melasse und Fruchtaromen vermischt wird.
  • Dies verleiht dem Tabak sein typisch süßlich-parfümiertes Aroma.
  • Raucher halten Shishatabak häufig für harmlos und vermuten nicht, dass für das angenehme Gefühl beim Rauchen toxische Substanzen verantwortlich sind.

Risiken

  • Der Konsum von Shishatabak erhöht nachweislich das Risiko an Krebs, einer chronischen Bronchitis oder kardiovaskulären Krankheiten zu erkranken
  • Messungen zeigen, dass die Konzentration von Kohlenmonoxid in der Atemluft durch das Shisharauchen genauso stark ansteigt, wie durch den Konsum von 2 Packungen Zigaretten.
  • Der Wert an inhaliertem Kohlenmonoxid ist beim Rauchen einer Wasserpfeife 7 mal so hoch wie beim Rauchen einer Zigarette.
  • Beim Shisharauchen wird an die Umwelt so viel Kohlenmonoxid (CO) abgegeben, wie vom Rauch von 15 bis 52 Zigaretten.
  • Ein Milliliter Wasserpfeifenrauch enthält über eine Millionen Mikropartikel.
  • 30 bis 50 über einen Zeitraum von einer Stunde inhalierte Shisha-Züge sind mit dem Rauch von 2 Päckchen Zigaretten gleichwertig.
  • Beim Shisharauchen setzt man sich durch die gemeinsame Nutzung des Mundstücks einem bakteriellen Infektionsrisiko aus. Auch schwere Infektionskrankheiten wie Tuberkulose können so übertragen werden.

Shishas werden vor allem bei Jugendlichen immer populärer

  • Für das Jahr 2007 hat die BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) erstmalig Untersuchungen über die Bekanntheit und den Konsum von Wasserpfeifen (Shishas) durchgeführt.
  • Diese ergaben, dass 85 Prozent der 12- bis 17-Jährigen die Shisha kennen und 38 % dieser Altersgruppe bereits mindestens einmal Shisha geraucht haben.
  • 31 % der Jugendlichen haben mindestens einmal im letzten Jahr eine Wasserpfeife konsumiert.
  • In aktuellen Untersuchungen gaben 14 % der Jugendlichen an, in den letzten 30 Tagen mindestens einmal eine Shisha geraucht zu haben.
  • 10% der 12 - 17jährigen konsumieren ein- bis dreimal im Monat Shishatabak. 3 % dieser Altersgruppe rauchen wöchentlich, 0,4 % sogar täglich Wasserpfeife.
  • Die meisten Jugendlichen glauben, dass das Risiko für ihre Gesundheit geringer ist als beim Zigarettenrauchen.
  • Werden sie auf die Gefahren angesprochen, reagieren sie oft überrascht: "Das macht doch nichts!", "Da gibt es keine Gesundheitsprobleme", "Shishatabak ist weniger schlimm als Zigaretten!"
  • Auch viele Erwachsene unterliegen häufig diesem Irrglauben.

Übertragung von Infektionskrankheiten

Beim Rauchen einer Shisha benutzen viele Menschen das selbe Mundstück. So können Keime und Infektionen (wie z.B. Grippe, Tuberkulose etc.) leicht übertragen werden.

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Erstellt von Dr. Blattmann. Letztes Update am 31. März 2016 21:52 von Dr. Blattmann.
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