Die weißen Blutkörperchen

Januar 2017



  • Die weißen Blutkörperchen, die in der Fachsprache auch Leukozyten geannt werden, werden im Knochenmark produziert.
  • Die weißen Blutkörperchen spielen eine entscheidende Rolle in der Immunabwehr. Sie verteidigen den Körper gegen Krankheitserreger wie Bakterien, Pilzen oder Viren.
  • Einige Untergruppen der weißen Blutkörperchen spielen auch bei allergischen Reaktionen eine Rolle.
  • Weiße Blutkörperchen befinden sich im Blut, in den Lymphknoten, in der Lymphflüssigkeit, in den Mandeln im Thymus, in der Milz und im Knochenmark.

Die verschiedenen weißen Blutkörperchen


Die weißen Blutkörperchen erfüllen verschiedene Aufgaben in der Immunabwhr. Deshalb gibt es auch verschiedene Arten weißer Blutkörperchen: Die Lymphozyten, die Monozyten und die Granulozyten.

Normwerte


Folgende Normwerte gelten für Leukozyten in der Blutanalyse:
  • Erwachsene: 4 000 - 10 000 /µl
  • Schulkinder 5 000 - 15 000 /µl
  • Kleinkinder 6 000 - 17 500 /µl


Wenn im Blut zu viele Leukozyten gemessen werden, spircht man von einer Leukozytose. Wenn zu wenig Leukozyten gemessen werden, spricht man von einer Leukozytopenie.

Die Granulozyten

Die Neutrophilen Grnulozyten

  • 60-70% aller weißen Blutkörperchen sind neutrophle Granulozyten.
  • Neutrophile Granulozyten bekämpfen Bakterien, Viren und Pilze im Blut.
  • Neutrophile Granulozyten sind die ersten Abwehrzellen, die bei einer bakteriellen Infektion alarmiert werden.
  • Eine zu geringe Anzahl neutrophiler Granulozyten im Blut wird als Neutropenie bezeichnet.

Die Eosinophilen Granulozyten

  • Eosinophile Granulozyten spielen bei allergischen Reaktionen eine Rolle und bekämpfen zudem parasitäre Erkrankungen.
  • 2% bis 4% der weißen Blutkörperechen sind eosinophile Granulozyten.
  • Wenn der Anteil dieser Zellen an den weißen Blutkörperchen 4% übersteigt, spricht man von einer Eosinophilie. Diese kann z.B. bei parasitären Erkrankungen oder bei Allergien auftreten.

Die Basophilen Granulozyten

  • Die basophilen Granulozyten spielen ebenfalls bei allergischen Reaktionen eine Rolle. Bei einer allergischen Reaktion setzten sie z.B. Histamin im Körper frei.
  • 0,5% bis 1% der weißen Blutkörperchen sind basophile Granulozyten.
  • Wenn der Anteil dieser Zellen an den weißen Blutkörperchen 1% übersteigt, spricht man von einer Basophilie. Ein solcher Anstieg kann auch das Vorliegen einer Leukämie, auf metabolische Erkrankungen oder auf endokrine Erkrankungen hinweisen.

Die Lymphozten

  • 20% bis 40% der weißen Blutkörperchen sind Lymphozyten.

Die verschiedenen Lymphozyten


Man unterscheidet verschiedene Arten von Lymphozyten:
  • Die B Lymphozyten produzieren spezifische Antikörper gegen bestimmte Antigene.
  • Die T Lymphozyten erkennen körperfremde Stoffe,die von körpereigenen Zellen auf ihrer Oberfläche präsentiert werden. T- Lymphozyten sorgen dafür, dass die kranken Zellen entfernt werden.
  • Die natürlichen Killerzellen können anormale Zellen wie z.B. Tumorzellen und virusinfizierte Zellen, zu erkennen und abzutöten.

Die Lymphozytose

  • Wenn im Blut zu viele Lymphozyten vorliegen, spricht man von einer Lymphozytose. Eine Lymphozytose kann durch virale Infektionen aber auch durch Leukämien ausgelöst werden.
  • Wenn zu wenig Lymphozyten im Blut vorhanden sind, spricht man von einer Lymphozytopenie.

Die Monozyten

  • 2% bis 5% der weißen Blutkörperchen sind Monozyten.
  • Monozyten werden vor allem im Falle einer Mononukleose (Pfeiffersches Drüsenfieber) und bei Leukämien vermehrt produziert.

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Artikel im Original veröffentlicht von . Übersetzt von Dr. Blattmann. Letztes Update am 28. Januar 2013 17:04 von Dr. Blattmann.
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