Wann sollte man einen Podologen konsultieren?

Juli 2017

Die Podologie ist ein medizinischer Fachberuf. Podologen erbringen sowohl präventive als auch kurative therapeutische Maßnahmen rund um den Fuß.


Was macht ein Podologe?

Podologie ist mehr als eine normale Fußpflege. Das Augenmerk von Podologen richtet sich nicht nur auf die Pflege, sondern vor allem auf die Gesundheit von Füßen. Podologen sind keine Ärzte, sondern medizinische Fußpfleger. Die Ausbildung zum Podologen beinhaltet eine zweijährige vollschulische Ausbildung mit anschließender staatlicher Prüfung.


Die Aufgaben von Podologen setzen sich aus verschiedenen Teilbereichen der Medizin zusammen. Dazu zählt das Gebiet der Inneren Medizin (vor allem Diabetologie), der Dermatologie, der Chirurgie und der Orthopädie.

Warum wird ein Podologe konsultiert?

Aufgrund ihrer speziellen Ausbildung werden Podologen häufig bei Warzen, Druckstellen, eingewachsenen Nägeln, Nagelpilz, diabetischem Fuß oder auch zur Herstellung von künstlichem Nagelersatz konsultiert. Bei Nagelpilz ist ein Podologe zum Beispiel in der Lage, die häufig langwierige Behandlung in Zusammenarbeit mit dem betreuenden Ärzten zu begleiten. Eingewachsene Nägel können Podologen mit speziellen Arbeitsgeräten entfernen. So werden Verletzungen vermieden.

Fußpflege für Diabetiker

Da Diabetiker häufig an den Füßen eine herabgesetzte Sensibilität haben und daher Wunden und Druckstellen an den Füßen später bemerken, sollten sie die Nagelpflege von Podologen durchführen lassen. Außerdem heilen Wunden bei Diabetikern schlechter und Betroffene leiden häufiger als gesunde Menschen unter Pilzerkrankungen.

Kosten einer Fußpflege

Liegt eine medizinische Notwendigkeit für eine medizinische Fußpflege vor und wird die Podologie ärztlich auf Rezept verordnet, übernehmen die Krankenkassen die Kosten.

Der Besuch beim Podologen

Zunächst wird der Podologe Sie zu ihrer persönlichen Anamnese befragen. Dazu gehören Fragen zu Erkrankungen, Beschwerden, Einnahme von Medikamenten, Allergien, Operationen am Fuß und vorausgegangene Konsultationen bei Podologen. Besonderes Augenmerk wird der Podologe auf Erkrankungen legen, die das Hautbild beeinträchtigen (zum Beispiel Schuppenflechte), die Sensibilität am Fuß (wie Diabetes) oder die Fußstellung (zum Beispiel rheumatoide Arthritis). Nach der gründlichen Anamnese erfolgt eine individuelle Behandlung.

Foto: © Irina Pusepp – 123RF.com

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Artikel im Original veröffentlicht von . Übersetzt von Dr. Blattmann. Letztes Update am 19. April 2017 04:06 von SilkeCCM.
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