Welche Auswirkungen hat Stress auf den Körper?

Mai 2017

Chronischer Stress wirkt sich negativ auf den Körper aus. Hier lesen Sie, mit welchen Symptomen der Körper auf Dauerstress und psychische Belastungen reagieren kann.


Stress: Definition und Ursachen

Stress hat unterschiedliche Ursachen und wird von jedem Menschen subjektiv wahrgenommen. Was einen Menschen stresst und wie sehr sich jemand durch bestimmte Umstände gestresst fühlt, ist individuell unterschiedlich. Es gibt jedoch klassische Stressoren. Dazu gehören ständiger Druck und psychischer Stress am Arbeitsplatz, Probleme in der Beziehung und finanzielle Sorgen.

Stress ist die natürliche Reaktion unseres Körpers auf eine Herausforderung. Er führt zur Erhöhung von Puls und Blutdruck, Schärfung der Sinne, schnellerer Atmung und Anspannung der Muskeln. Der Körper schüttet zudem Stresshormone aus, die diese Reaktionen verstärken. Ob wir Stress dabei als positiv oder negativ erleben, hängt davon ab, wie wir die Anstrengung bewerten und ob wir ständig Stressoren ausgesetzt sind. Ist Letzteres der Fall, gerät der Körper in einen Zustand der ständigen Anspannung, was einem körperlichen Raubbau gleichkommt. Deshalb ist es wichtig, Phasen der Entspannung zu finden, psychischen Stress abzubauen und chronischen Stress zu erkennen. Ein Werkzeug zur Berechnung Ihres Stresslevels finden Sie in unserem Stresstest.

Welche Auswirkungen hat Stress auf den Körper?

Im Folgenden zeigen wir Ihnen, welche Auswirkungen Stress auf den Körper haben kann.

Gastrointestinale Störungen

Stress führt häufig zu Störungen im gastrointestinalen Bereich. Dazu gehören Verdauungsstörungen, Blähungen, Erbrechen, Übelkeit, Durchfall, Verstopfung und Magengeschwüre.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Stress führt außerdem besonders häufig zu Herz-Kreislauf-Störungen, zum Beispiel Bluthochdruck sowie Herz- oder Gefäßerkrankungen in Folge des Bluthochdrucks.

Hinzu kommt, dass viele Menschen zu einer ungesunden Ernährung neigen, wenn sie unter Stress stehen. Eine ungesunde Ernährung begünstigt Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusätzlich. Außerdem greifen viele Personen zur Zigarette, wenn sie unter Stress stehen. Dies schädigt den Körper und die Gefäße.

Diffuse Erkrankungen: Müdigkeit und Schmerzen

Stress kann zu psychosomatischen Erkrankungen führen. Häufig äußern sich die Beschwerden in Müdigkeit, Abgeschlagenheit und diffusen Schmerzen.

Verhaltensstörungen: Hyperventilation und Panik

Menschen, die unter Stress stehen, entwickeln auch häufig Verhaltensstörungen wie Hyperventilationsanfälle oder Panikattacken. Häufig treten Panikattacken und Hyperventilationsanfälle gemeinsam auf.

Kopfschmerzen und Migräne

Stress kann das Auftreten von Kopfschmerzen und Migräne begünstigen.

Schlafstörungen

Stress kann zu Schlafstörungen führen.

Verhaltensänderungen

Stress führt häufig zu vermehrtem Konsum von Alkohol und Tabak. Stress kann zu irregulärem Essverhalten und zu Gewichtszunahme führen. Daneben wirkt sich Stress auf das Sozialverhalten aus. Personen, die chronisch gestresst sind, neigen zum sozialen Rückzug.

Hauterscheinungen

Stress kann das Auftreten von Hauterkrankungen wie Ekzeme und Urtikaria begünstigen.

Rückenschmerzen

Durch muskuläre Verspannungen können Rückenschmerzen auftreten.

Erhöhte Infektanfälligkeit

Stress kann die Infektanfälligkeit erhöhen.

Haarausfall und Schuppen

Stress kann zu Haarausfall, trockener Kopfhaut und Schuppen führen.

Sexuelle Dysfunktion

Stress kann zu Erektionsstörungen, Impotenz und abnehmender Libido führen.

Unregelmäßiger Zyklus

Stress kann bei Frauen Unregelmäßigkeiten im Zyklus hervorrufen. Im Extremfall kann die Menstruation ausbleiben.


Foto: © Konstantynov – 123RF.com

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Erstellt von Dr. Blattmann. Letztes Update am 24. April 2017 09:58 von SilkeCCM.
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