Das Baby baden

Juni 2017
Über die Haut nimmt das Baby wichtige Eindrücke wie Wärme und Zuneigung wahr. Baden ist deshalb für die meisten Babys ein entspannendes Erlebnis.


Das Baby baden

Zärtlichkeit und Hautkontakt sind eine wichtige Grundlage für ein gutes Verhältnis zwischen dem Baby und den Eltern. Beim Baden erfährt das Baby beides auf spielerische Weise. Die meisten Babys genießen deshalb die Badezeit. Wenn Ihr Baby zunächst etwas wasserscheu ist, sollten Sie es langsam an das wohlig warme Nass heranführen.

Ab wann kann ein Baby baden?

Viele Neugeborene werden in den ersten Tagen nach der Geburt zum ersten Mal gebadet. Meist geschieht dies noch im Krankenhaus mit Hilfe einer Hebamme oder Kinderkrankenschwester, die den Eltern die richtigen Handgriffe beim Babybad erläutert. Zu Hause sollten Sie Ihr Baby erst dann baden, wenn der Nabel abgefallen ist und die Hautstelle vollkommen trocken und abgeheilt ist. So verhindern Sie, dass Keime in den Nabelbereich eindringen. Wenn Sie sich beim ersten Bad zu Hause noch unsicher fühlen, bitten Sie Ihre Hebamme, das Baby mit Ihnen gemeinsam zu baden. Sie werden merken, dass Sie schnell eine Routine entwickeln.

Welche Temperatur ist fürs Babybad ideal?

Das Badewasser sollte 36 bis 37 Grad Celsius warm sein. Prüfen Sie die Temperatur mit einem Badethermometer.

Soll das Baby vor oder nach dem Essen bzw. Stillen baden?

Niemand badet gerne hungrig. Allerdings sollten Sie Ihr Baby auch nicht direkt nach einer Mahlzeit baden.

Anleitung zum Baden von Babys

Verwenden Sie in den ersten drei Lebensmonaten des Babys eine kleine Badewanne. Alternativ können Sie auch einen Badeeimer benutzen - je nachdem, was Ihrem Baby besser gefällt. Bereiten Sie das Badewasser vor, bevor Sie Ihr Baby ausziehen. Die Raumtemperatur sollte zwischen 22 und 24 Grad Celsius betragen, die Wassertemperatur bei 37 Grad liegen. Verwenden Sie am besten ein Thermometer, um die Wassertemperatur zu überprüfen.


Sie finden schnell die angemessene Füllmenge des Wassers heraus. Babys sollten sich mit dem ganzen Körper unter Wasser befinden und sich schwerelos fühlen. Allerdings sollte das Baby auch nicht zu tief ins Wasser getaucht werden. Zu welcher Tageszeit gebadet wird, hängt von Ihrem Zeitplan und von den Vorlieben des Babys ab. Vergewissern Sie sich, dass alles, was Sie benötigen, in Ihrer Nähe bereitgestellt ist, damit Sie den Raum nicht verlassen müssen.

Lassen Sie Ihr Baby nie alleine in der Badewanne, da es sonst ertrinken kann! Sie dürfen Babys auch in sehr flachem Wasser nie unbeaufsichtigt lassen!

Ziehen Sie Ihr Baby auf dem Wickeltisch aus und lassen Sie es dann vorsichtig ins warme Wasser gleiten. Halten Sie das Baby dabei fest in Ihrer Armbeuge. Die genauen Griffe lassen Sie sich am besten von Ihrer Hebamme zeigen. Beginnen Sie, das Baby am Hals zu reinigen, danach waschen Sie die Ärmchen, den Körper, die Beinchen, Füßchen und den Windelbereich. Beginnen Sie an sauberen Bereichen bis hin zum Windelbereich.

Waschen Sie auch die Hautspalten am Hals, unter den Achseln und den Leisten, zwischen den Zehen und hinter den Ohren. Nur wenige Babys mögen Wasser im Gesicht. Reinigen Sie Nase und Augen deshalb nicht mit Wasser, sondern mit einem feuchten Tuch. Die Haare sollten Sie erst zum Ende des Bads waschen, damit Ihr Baby nicht auskühlt. Wenn Ihr Baby nicht möchte, dass seine Haare gewaschen werden, ist das vollkommen in Ordnung.

Das Bad sollte nicht länger als zehn Minuten dauern, da Babys schnell auskühlen. Nehmen Sie das Baby nach dem Baden vorsichtig aus der Wanne und trocknen Sie es sofort sanft aber gründlich ab. Sie können das Baby auch vorsichtig lauwarm trocken föhnen. Achten Sie dabei aber vor allem bei Jungen darauf, dass der kleine Penis mit einem Handtuch abgedeckt wird, um einen Stromunfall zu vermeiden.

Nach dem Bad ist der perfekte Zeitpunkt für eine Babymassage!

Welcher Griff ist zum Babybaden richtig?

Beim Baden sollten Sie Ihren linken Unterarm unter die Schulter des Babys legen und mit der Armbeuge das Köpfchen stützen. Greifen Sie mit der linken Hand unter die Achselhöhle. Umfassen Sie mit der rechten Hand von unten den linken Oberschenkel des Kindes, damit die Beinchen auf Ihrem Unterarm ruhen. Heben Sie den Säugling in die Wanne. Tauchen sie zuerst die Füßchen und dann langsam den Rest des Körpers ins Wasser. Spülen Sie den Oberkörper behutsam ab und achten Sie besonders auf die Fältchen in den Körperbeugen.

Zusätze zum Babybad

Ob Sie Babyshampoo oder -seife benutzen, bleibt Ihnen überlassen. Einige Eltern baden Ihr Baby auch einfach mit klarem Wasser. Bei Ölbädern sollten Sie daran denken, dass diese die Babyhaut rutschig machen.

Mit dem Baby in der Badewanne baden

Wenn Ihr Baby etwas größer geworden ist, können Sie auch mit Ihrem Baby gemeinsam in der Badewanne baden. Achten Sie dabei auch unbedingt auf die richtige Wassertemperatur.


Foto: © ffolas - Shutterstock.com

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Letztes Update am 24. April 2017 10:42 von SilkeCCM.
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