Pflanzliche Präparate für das Gedächtnis

Dezember 2017
Verschiedene pflanzliche Medikamente können das Gedächtnis verbessern. Lesen Sie hier, welche pflanzliche Mittel bei Vergesslichkeit unterstützende Wirkung haben.


Pflanzliche Mittel, die das Gedächtnis stärken

Ein gesunder Lebensstil mit einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung, regelmäßigem Schlaf, ausreichend Bewegung und Sport bildet die Grundlage für mentale Fitness. Daneben können einige pflanzliche Präparate die Gedächntnisleistung ankurbeln. Es gibt Präparate, zum Beispiel in Form von Tabletten, die das Gedächtnis erwiesenermaßen anregen und beispielsweise bei Vergesslichkeit im Alter Verwendung finden. Allerdings ist die Wirksamkeit nicht bei allen pflanzlichen Präparaten eindeutig durch Tests und Studien belegt, sondern beruht vielmehr auf Erfahrungen. Im Folgenden stellen wir Ihnen die unterschiedlichen pflanzlichen Präparate vor.

Ginkgo Biloba

Ginkgo Biloba ist eine Pflanze chinesischer Herkunft. Der Baum kann bis zu hundert Fuß groß und mehr als 2000 Jahre alt werden. Ginkgo wurde bereits 2500 vor Christus von den chinesischen Kaisern gegen Gedächtnisverlust eingesetzt.


Tatsächlich verbessert Ginkgo die Gedächtnisleistung und die Lernfähigkeit. Heute wird Ginkgo zur Vorbeugung und Behandlung kognitiver Störungen, zur Verbesserung der Gedächtnisleistung und Förderung der Konzentration eingesetzt. Wichtig ist, auf Präparate aus der Apotheke zurückzugreifen. Diese bieten Ginkgo als Arzneimittel an, das den sogenannten Ginkgo-Spezialextrakt enthält. Ginkgo-Spezialextrakte werden von der Weltgesundheitsorganisation WHO als Antidementiva (Arzneistoffe zur Behandlung von Demenz) eingestuft.

Die Wirksamkeit dieser Extrakte wurde durch klinische Studien bestätigt. Die aus den Ginkgoblättern gewonnenen Spezialextrakte sind reich an erwünschten Wirkstoffen (Ginkgolide, Terpenlactone) und enthalten wenig unerwünschte Stoffe (besonders Ginkgolsäure). Präparate aus dem Supermarkt und dem Reformhaus verwenden häufig andere Zusammensetzungen, über die keine ausreichenden Studienergebnisse vorliegen.

Ginkgo-Arzneimittel können auf den Transmitterhaushalt im Gehirn Einfluss nehmen und so für einen gewissen Zeitraum dementielle Syndrome verzögern und die Symptome einer Gedächtnisstörung mildern.

Ephedra

Ephedra (auch Meerträubel genannt) ist ein Strauch mit gelben oder grünen Blüten. Ephedra enthält die stimulierende Substanz Ephedrin, die zur Familie der Amphetamine gehört. Ephedrin kommt als Aufputschmittel zum Einsatz. Es kann auch die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit verstärken. Ephedrin muss in Europa ärztlich verordnet werden, da das Präparat zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen kann.

Ginseng

Ginseng gilt traditionell als Pflanze, die das Gedächtnis, die Konzentration und die kognitive Leistungsfähigkeit steigert. Die Wirksamkeit von Ginseng ist bisher nicht eindeutig erwiesen. Deshalb sind weitere aussagekräftige Studien notwendig, um die Wirksamkeit von Ginseng eindeutig beurteilen zu können.

Gotu Kola

Gotu Kola (indischer Wassernabel) ist eine mehrjährige, weißliche Pflanze mit faserigen Wurzeln. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Asien. Dort wird Gotu Kola vor allem als venenstärkendes Mittel verwendet. Gotu Kola wirkt beruhigend und soll daneben positive Auswirkungen auf die Gedächtnisleistung haben. Diese Wirkung wurde jedoch bislang nicht eindeutig nachgewiesen.

Kaffee

Zu den stimulierenden pflanzlichen Präparaten zählt auch die Kaffeepflanze. Das enthaltene Koffein fördert die Konzentration und die Aufmerksamkeit. Allerdings ist bislang noch nicht eindeutig geklärt, ob sich Koffein förderlich auf die gesamte Gedächtnisleistung auswirkt.


Foto: © Cokemomo – 123RF.com

Des plantes pour la mémoire
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Letztes Update am 6. Dezember 2017 01:06 von SilkeCCM.
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Medikamentöse Behandlung von Gedächtnisproblemen