Medikamentöse Behandlung von Gedächtnisproblemen

Februar 2017

  • In den letzten Jahren wurde intensiv an der Entwicklung von Medikamenten geforscht, die die Gedächtnisleistung verbessern.
  • Ein besonderer Fokus liegt darauf, ein Medikament zu finden, das die Alzheimer Demenz aufhalten kann. Bislang wurden Medikamente entwickelt, die die Erkrankung verlangsamen können. Eine Heilung ist aber noch nicht möglich.

Welche Medikamente fördern die Gedächtnisleistung?



Rezeptfreie Medikamente

  • Natriumpangamat ist ein Medikament, das rezeptfrei in der Apotheke erhältlich ist.
  • Natriumpangamat erweitert die Blutgefäße im Gehirn und soll so die Gedächtnisleistung steigern und Durchblutungsstörungen im Gehirn mildern.
  • Desweiteren sind pflanzliche Präparate wie z.B. Gingko Biloba oder Ginseng Präparate rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Rezeptpflichtige Medikamente

  • Vom Arzt können Medikamnete verordnet werden, die die Konzentration des Neurotransmitters Acetylcholin im Gehirn erhöhen und so die Gedächtnisleisung fördern. Diese so genannten Cholinesterase-Hemmer sind z.B. unter den Wirkstoffnamen Donezepil oder Rivastigmin bekannt. Die Präparate werden u.a. in der Behandlung der Alzheimer Demenz eingesetzt.
  • Memantin ist ein Präparat, das die Glutamatproduktion im Gehirn bremst. Glutamat erregt die Nervenzellen im Gehirn. Memantin verhindert eine "Überreizung" der Nervenzellen. Das Präparat wird auch in der Behandlung der Alzheimer Demenz eingesetzt.
  • Wenn Patienten im Rahmen einer Demenz unruhig und agitiert werden, können Neuroleptika wie Risperidon dämpfend und beruhigend wirken.
  • Wenn die Gedächtnisstörung im Rahmen einer Depression auftritt, ist eine antidepressive Therapie dringend anzuraten.

Einige Medikamente beeinträchtigen die Gedächtnisleistung

  • Benzodiazepine können die Gedächtnisleistung beeinträchtigen. Da auch das Reaktionsvermögen verlangsamt wird, dürfen Patienten, die diese Medikamente einnehmen, nicht Auto fahren.
  • Neuroleptika, Antidepressiva, Lithium und viele andere psychiatrische Medikamente können die Gedächtnisleistung ebenfalls beeinträchtigen. Wenn Sie solche Medikamente einnehmen, sollten Sie Ihren Arzt nach potentiellen Nebenwirkungen auf die Gedächtnisleistung fragen.

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