Die geplante Geburt

Januar 2017


Die geplante Geburt: eine Geburt auf Bestellung?


Bei einer geplanten Geburt wird die Geburt zu einem festgelegten Zeitpunkt künstlich eingeleitet. Dafür wird das Hormon Oxytocin verabreicht. Dies führt zum Einsetzen der Wehen und zum Platzen der Fruchtblase. Meist wird die Geburt unter einer Periduralanästhesie eingeleitet. Einige Frauen entscheiden sich für eine geplante Geburt, weil sie dieses Verfahren komfortabler finden, bei anderen ist das Einleiten der Wehen aus medizinischen Gründen notwendig.

Die geplante Geburt: Allgemeines

  • Der ideale Zeitpunkt für eine geplante Geburt liegt um die 39.-40. Schwangerschaftswoche.
  • Ab der 37. Schwangerschaftswoche gibt es keine Gefahr mehr für eine Frühgeburt.
  • Wenn eine Geburt bis zur 42. Schwangerschaftswoche nicht spontan erfolgt ist, sollte sie künstlich eingeleitet werden.
  • Der Gebärmutterhals muss gut entwickelt sein, damit die Geburt reibungslos verläuft.
  • Die Mutter sollte sich über Vorteile und Risiken einer geplanten Geburt ausführlich von Ihrem Gynäkologen beraten lassen.

Die aus medizinischen Gründen geplante Geburt


Eine Geburt sollte künstlich eingeleitet werden:
  • Wenn es Risiken für Mutter und Kind gibt (z.B. wenn das Baby einen anormalem Herzschlag oder Wachstumsstörungen aufweist).
  • Wenn bei der Mutter Erkrankungen vorliegen (z.B. Schwangerschaftsbluthochdruck, Schwangerschaftsdiabetes, Herzinsuffizienz, schweres Asthma).
  • Wenn sich Erkrankungen bei der Mutter im Verlauf der Schwangerschaft verschlechtern.
  • Wenn die Fruchtblase geplatzt ist, aber keine Wehen eintreten.
  • Wenn der Geburtstermin überfällig ist.
  • Bei einer Zwillingsgeburt.

Die geplante Geburt aus Gründen des Komforts

  • Die Mutter kann den Tag der Geburt selbst bestimmen.
  • Sie kann auch das medizinische Team auswählen, das sie zum Zeitpunkt der Geburt betreut.
  • Frauen entscheiden sich häufig aus Müdigkeit, Angst oder wegen familiärer Probleme für diese Geburtsmöglichkeit.
  • Viele Kliniken bevorzugen diese Möglichkeit, weil das Timing besser geplant werden kann.

Risiken einer geplanten Geburt

  • Die Wehen sind sehr heftig.
  • Es besteht eine höhere Kaiserschnittrate.
  • Es kommt zu einer häufigeren Rate an Saugglocken-Entbindungen.
  • Der Mutter werden mehr Medikamente verabreicht.


Mütter sollten darüber informiert werden, dass eine geplante Geburt nicht mit der natürlichen Geburt vergleichbar ist und Risiken birgt. Die werdende Mutter sollte die Möglichkeit einer geplanten Geburt gemeinsam mit ihrem Arzt besprechen.

Für weitere Informationen

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Letztes Update am 12. April 2011 14:00 von Dr. Blattmann.
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