Anzeichen einer zervikalen Arthrose (Halswirbelsäule)

Mai 2017
Eine Arthrose kann verschiedene Gelenke im Körper betreffen. Die Behandlung einer Arthrose richtet sich nach der Art und Intensität der Beschwerden und wird vom Arzt daher individuell angepasst.


Arthrose der Halswirbelsäule

Eine Arthrose wird durch einen vorzeitigen Verschleiß der Knorpelmasse in einem Gelenk verursacht. Die fehlende Knorpelmasse führt dazu, dass die Knochenenden aneinanderreiben, was zu starken Schmerzen führen kann. Generell kann eine Arthrose in allen Gelenken des Körpers auftreten. Besonders häufig sind jedoch das Kniegelenk, das Schultergelenk, die Gelenke von Fingern und Zehen und auch die Wirbelgelenke betroffen.


Bei einer Arthrose entstehen durch die Fehlbelastung am Knochen zudem Knochenanbauten (Osteophyten), die, wenn die Wirbelgelenke betroffen sind, zu Nerveneinklemmungen führen können. Des Weiteren verschmälern sich die Bandscheiben, was ebenfalls eine Nervenkompression verursachen kann. Betrifft die Arthrose die Wirbelgelenke im Bereich der Halswirbelsäule, spricht man von einer zervikalen Arthrose. Die Arthrose kann sowohl die Nackenwirbel, als auch die darunter liegenden tieferen Halswirbel betreffen.

Arthrose der Halswirbel - Symptome

Eine Arthrose der Halswirbelgelenke kann Symptome wie chronische Nackenschmerzen verursachen. Die Arthrose im Nacken kann außerdem zu Kopfschmerzen führen. Es ist möglich, dass die Schmerzen bis in den Nacken, die Schulter, den Arm oder den Kopf ausstrahlen. Bei einer Nervenkompression tritt ein Taubheitsgefühl in den Armen, Unterarmen und Händen auf. Wenn die Vertebralarterien eingeengt werden, kommt es zu Schwindelattacken.

Arthrose der Halswirbelsäule - Diagnose

Die Diagnose wird durch eine Röntgenuntersuchung gestellt, die durch eine CT- oder MRT- Untersuchung ergänzt werden kann.

Zervikale Arthrose - Behandlung

Welche Therapie eine geeignete Behandlung bei einer Arthrose der Halswirbelsäule (HWS) ist, ist individuell unterschiedlich und richtet sich nach der Art und Intensität der Beschwerden und danach, ob bereits eine Nervenkompression vorliegt. In der Schmerztherapie haben nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) einen festen Platz. Bei starken Schmerzen kann die Medikation durch weitere Schmerzmittel ergänzt werden.

Ein weiterer wichtiger Baustein in der Behandlung der Arthrose im Bereich der Halswirbelsäule und im Nacken ist die Physiotherapie, die gezielt bestimmte Muskelgruppen stärkt und mit speziellen Übungen Verspannungen und Schmerzen bekämpft. Tritt eine schwerwiegende Nervenkompression auf, muss eine chirurgische Therapie erfolgen.

In einigen Fällen kann durch die Arthrose eine so starke Einschränkung im Alltag und Berufsleben auftreten, dass ein Antrag auf (Schwer-)Behinderung gestellt werden kann. Ihr Arzt kann Sie dazu beraten.

Foto: © sbko - Shutterstock.com

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Letztes Update am 3. März 2017 03:25 von SilkeCCM.
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