Bulimie: Zahlen und Fakten

Februar 2017


Bei einer Bulimie kommt es typischer Weise zu Heißhungerattacken, bei denen die Betroffenen große Mengen an Nahrung zu sich nehmen. Danach ergreifen die Betroffenen "gegenregulatorische Maßnahmen", um eine Gewichtszunahme zu vermeiden. Zu diesen "gegenregulatorischen Maßnahmen" zählen Erbrechen, Einnahme von Abführmitteln, Hungern, exzessiver Sport etc.

Eine von 100 Personen ist betroffen

  • Es wird geschätzt, dass Bulimie 1% der Bevölkerung betrifft.
  • Die Auswirkungen können Betroffene ein Leben lang beeinträchtigen.
  • Frauen sind 10 mal häufiger von Essstörungen betroffen als Männer.

Vor allem junge Frauen sind betroffen

  • Das durchschnittliche Alter bei Beginn der Bulimie liegt zwischen 16 und 18 Jahren.
  • Frauen aus allen sozioökonomischen Schichten sind betroffen.

Gene und Umfeld

  • Anorexie (Magersucht) und Bulimie können auch erbliche Ursachen haben.
  • Trotzdem gehen Forscher davon aus, dass das Umfeld und die Sozialisation für die Krankheitsentwicklung eine größere Rolle spielen.
  • Bulimie ist tritt häufiger bei Jugendlichen auf, die in der Kindheit starken familiären Konflikten ausgesetzt waren.

Neurobiologische Erkenntnisse

  • Forscher haben bei einigen Patienten mit Bulimie im ZNS eine geringere Aktivität von Serotonin und Noradrenalin gemessen.
  • Das Erbrechen kann durch einen Anstieg der Endorphine begleitet werden. Diese Wahrnehmung erzeugt wahrscheinlich die Suchtkomponente der Bulimie.

Lesen Sie auch


Das Dokument mit dem Titel "Bulimie: Zahlen und Fakten" wird auf CCM Gesundheit (gesundheit.ccm.net) unter den Bedingungen der Creative Commons-Lizenz zur Verfügung gestellt. Unter Berücksichtigung der Lizenzvereinbarungen dürfen Sie das Dokument verwenden, verändern und kopieren, wenn Sie dabei CCM Gesundheit deutlich als Urheber kennzeichnen.